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Schkeuditz BI-Gegenlärm sieht DHL-Pläne skeptisch
Region Schkeuditz BI-Gegenlärm sieht DHL-Pläne skeptisch
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14:52 19.05.2015

Das Unternehmen will am Schkeuditzer Standort 150 Millionen Euro investieren. Schwerpunkt ist dabei der Bau einer neue Halle für eine weitere Sortieranlage für die Express-Luftfracht (die LVZ berichtete). Zahlreiche BI-Vertreter hatten die Sitzung des Technischen Ausschusses besucht. Sprecher Oliver Gossel hätte mehr Fachwissen von den DHL-Mitarbeitern erwartet: "Es gab kaum Antworten auf die Fragen, ob sich der Abstand zwischen dem mit Brücken verbundenen alten und neuen Gebäude zu einem Lärmschlauch entwickelt und was gegebenenfalls dagegen unternommen werden soll. Es ist enttäuschend, dass dazu nichts gesagt werden konnte, weil man das erst prüfen will." Das aber hätte er vorher schon im Vorfeld erwartet, noch dazu, wenn man bereits Ende des Jahres mit dem Neubau fertig sein will. "Ansonsten wurde ja das vorgestellt, was bereits bekannt ist. Wir waren von vornherein nicht mit allzu großen Erwartungen in diese öffentliche Sitzung gegangen", sagte der 43-Jährige, der dieses Jahr erneut für Bündnis 90/Die Grünen zur Stadtratswahl antreten will. Bei der letzten Wahl war ihm der Einzug ins Gremium als Einzelkämpfer nicht geglückt, diesmal soll eine Liste aufgestellt werden.

Laut Gossel will die BI die DHL-Pläne weiter kritisch beobachten und am Thema dran bleiben. "Wir gehen davon aus, dass dies nur ein erster Schritt für künftige Erweiterungen ist. Danach, so vermuten wir, kommt die Mitteilung von DHL, dass man mehr Stellplätze für Flugzeuge braucht und es dann doch mehr Flugbewegungen geben wird." DHL selbst aber hatte ausgeschlossen, dass es zu mehr Flugbewegungen kommt. So solle das gewachsene Frachtaufkommen, weshalb die Erweiterung notwendig geworden sei, mit dem Einsatz von Flugzeugen mit größerem Frachtvolumen bewältigt werden.

Als positiv sieht Gossel die vielen Fragen der Stadträte: "Dass sie so genau nachgefragt haben, war schon ungewöhnlich, das kannten wir bisher so nicht." Die BI-Mitglieder selbst oder andere Zuhörer haben in Ausschusssitzungen üblicherweise kein Rederecht. Olaf Barth

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.01.2014
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