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Schkeuditz Bagger reißen in Freiroda ehemalige Fleischerei ab
Region Schkeuditz Bagger reißen in Freiroda ehemalige Fleischerei ab
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14:29 19.05.2015
Vor der Kulisse des baufälligen Taubenhauses wird in Freiroda die ehemalige Fleischerei abgerissen. Die Pläne des Eigentümers für diese Fläche sind noch nicht bekannt. Quelle: Olaf Barth

Das Dach war bereits kaputt, der Schornstein eingefallen. Schon vor vielen Jahren war die benachbarte Schmiede abgerissen worden, wie ein Anwohner berichtete. "Ich hoffe nicht, dass hier nun Platz für noch mehr Parkplätze für Flughafen-Nutzer geschaffen wird. Und wenn doch - wir können eh nichts dagegen machen", sagte Fred Waldenburger, der mit seiner siebenjährigen Enkelin aus Schkeuditz die Arbeiten von der anderen Straßenseite aus beobachtete. Der 64-Jährige ehemalige Fahrzeugschlosser und Kraftfahrer gehört noch zu den gebürtigen Freirodaern. "Früher hatten wir hier zwei Schmieden, einen Kaufmannsladen, zwei Bäcker und eine Wäscherolle. Jetzt gibt es gar nichts mehr. Das Dorf wird immer leerer, uns geht es bald wie Kursdorf. Dann sollen sie hier doch einfach zumachen und jeden entschädigen", meinte der Senior völlig desillusioniert, was die Zukunft des 325-Seelen-Ortes angeht.

Für den in Metzingen tätigen Eigentümer des Grundstückes hatten Mitarbeiter seiner Firma Knecht Beton- und Montagebau GmbH aus Sora bei Meißen die Gebäude abgerissen. Der Besitzer selbst war gestern nicht zu erreichen. So bleibt vorerst offen, was er mit der nun frei gemachten Fläche vorhat. Die Arbeiter vor Ort wussten nur, dass das unter Denkmalschutz stehende Taubenhaus von den Baggern nicht angerührt wird.

Anwohner Waldenburger blickte mit etwas Wehmut auf die zwei Bagger, die sich in das Mauerwerk vorarbeiten und Staubwolken hinterlassen. Vom Kühlhaus, Laden, Wohnhaus, Räucherei und Schlachthaus waren nur noch Schuttberge übrig, die in große Container geladen und abtransportiert wurden. "Die Fleischerei Schmuntzsch hatte hier drei Räucherkammern. Eine war so groß, dass drei oder vier Schweine rein passten. Er hatte auch für die Bauern geschlachtet", erinnerte sich der Rentner. Olaf Barth

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.02.2015
Olaf Barth

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