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Schkeuditz Bahnverteilung am Flughafen bleibt Thema
Region Schkeuditz Bahnverteilung am Flughafen bleibt Thema
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14:20 19.05.2015

Nun war er live dabei, hat die Arbeitsweise der FLK gesehen - und muss seine Meinung zur Kommission revidieren.

"Ich werde der FLK einen Rüffel erteilen. Sie gefällt mir nicht, so, wie sie sich derzeit darstellt", sagte Haferstroh, als er im Dezember vom Schkeuditzer Stadtrat als neues, stellvertretendes Mitglied zur FLK entsandt wurde. Jener Rüffel blieb am Mittwoch aus: "Es ist einfach, von außen über die Kommission zu schreiben, wie ich es die vergangenen Jahre gemacht habe. Anders stellt sich die Arbeit aber dar, wenn man mit dabei ist", gab der 71-Jährige zu. Als einer der Sprecher der Schkeuditzer Bürgerinitiative (BI) Gegenlärm hatte er die scheinbare Ineffizienz der FLK öfter bemängelt.

"Es wird ordentlich diskutiert und immer zur Sache", anerkannte Haferstroh. "Die Grenzen des Möglichen sind aber außerordentlich eng gesetzt. So ist die Rechtslage. Um in bestimmten Bereichen etwas schnell zu erreichen, müsste man den Rechtsstaat aushebeln. Das will natürlich keiner", ergänzte er. Grundsätzlich sei seine erste Teilnahme an der Kommissions-Sitzung sehr aufschlussreich gewesen. "Ich konnte einiges lernen", sagte er.

Wie aus der Presseinformation hervorgeht, war Schwerpunkt der FLK-Beratung das Bahnnutzungskonzept am Airport. Bekanntlich wird vielerseits gefordert, die beiden Start- und Landebahnen am Flughafen gleichmäßig zu nutzen. Derzeit werden nachts mehr als 90 Prozent der Flugbewegungen über die Süd-Bahn abgewickelt. Zu einer geografischen Verteilung dieser Starts und Landungen präsentierte das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) Ergebnisse einer Betroffenheitsanalyse. Die Deutsche Flugsicherung (DSF) stellte eine Risikobewertung der mit der Verteilung verbundenen Kreuzungsvorgänge vor.

Bei der Bewertung der Betroffenheiten seien durchaus Potenziale zur Entlastung von Lärmbetroffenen nachgewiesen worden. "Dem stehen jedoch Gebiete mit neu betroffenen Anwohnern gegenüber", heißt es. Nach der Vorstellung der Ergebnisse der Risikobewertung durch die DFS sei eine Änderung des derzeit angewendeten Bahnnutzungskonzeptes nur nach Untersuchung und Umsetzung weiterer Maßnahmen zur Risikominimierung möglich. Die anwesenden Vertreter der betroffenen Gemeinden konnten sich aufgrund dieser Sachlage noch nicht zu einem eindeutigen Votum entschließen. Hierzu wird es mit den direkt betroffenen Kommunen weitere Abstimmungen geben.

Zum Antrag der Stadt Leipzig bezüglich der zeitversetzten Nutzung der Bahnen informierte das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) über eine durch das Umweltbundesamt geplante Studie zur Bewertung der Auswirkungen. Die Fluglärmkommission regte an, sich aktiv in diese einzubringen.

Obwohl wieder Themen auf die nächste Sitzung im Herbst vertagt wurden, resigniert Haferstroh nicht: "Es ist wichtig, dass die FLK da ist." Roland Heinrich

iDer ausführliche Bericht der FLK-Sitzung erscheint in Kürze auf der Internetseite unter www.verkehr.sachsen.de/9084.html oder auf www.schkeuditz.de im Bereich Umwelt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.03.2014
Roland Heinrich

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