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Schkeuditz Bares für Rares – Hunderte steigern mit bei Auktionen
Region Schkeuditz Bares für Rares – Hunderte steigern mit bei Auktionen
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07:00 04.10.2017
Die Auktionatoren Paul Krause und Maik Schneider (l.) in Aktion. Die Kaufwilligen kamen aus ganz Mitteldeutschland angereist. Quelle: Fotos: Michael Strohmeyer
Schkeuditz

Jedes Jahr zum Tag der Deutschen Einheit versteigert der „Verein zur Erhaltung alter Fahrzeuge“ Glesien dort im Pfarrhof Kunst, Krempel und viele Ersatzteile alter Fahrzeuge. Die Versteigerung hatte wie jedes Jahr auch in diesen wieder einen guten Zweck. Ein Großteil des Erlöses solle, so der Gemeinde-Pädagoge Paul Krause, an den neugegründeten Verein „Lebendiges Glesien“ und an die Feuerwehr Klitschmar gehen. Die Wehr will eine historische Feuerwehrspritze restaurieren.

Das Wetter meinte es gut und so kamen hunderte Schau- und Kauflustige, um Gegenstände aus Omas Zeiten vom Bügeleisen, Wandregulator, Eierbecher aus Zinn, Schafscheere oder Roller und Fahrräder zu ersteigern. Selbst Autos konnten erworben werden. Ein Wolga vom Typ M 24, Baujahr 1973, mit Gasanlage rollte direkt aus der Ukraine zur Versteigerung an. Dieser fand aber keinen Abnehmer.

Hunderte Versteigerungsobjekte kamen unter den Hammer. So konnte Glesiens Ortsvorsteherin Ute Mähnert für ihre zwei Enkel zwei fast neue Lederhosen ergattern. Aus ganz Mitteldeutschland reisten Gäste an, Kennzeichen von Halle, Leipzig, Merseburg, Köthen, Bitterfeld oder Nordsachsen waren zu sehen. Fahrzeuge vom Typ Wartburg 353, 500 Trabant, Framo, Saporoshez 968 A vom Baujahr 1975 mit 40 PS, oder ein PKW Junior Audi de Luxe konnten genauso besichtigt werden wie Motorräder vom Typ AWO 425, DKW Baujahr 1937, EMW, BMW, ES 150, TS 250 und viele Simsonroller vom Typ Schwalbe.

Das Interesse an Ersatzteilen war groß. So ersteigerten die Markkleeberger Anton Engmann (15 Jahre) und Dennis Mörschner (17) für Schwalbe und Habicht einen Tank, ein Schutzblech und historische Blechschilder. Der Schkeuditzer Sven Lisz ergatterte einen Regulator und war zudem etwas stolz auf seine historische Uhr aus den 30er Jahren. Bares für Rares ist ja ein beliebtes Motto – und diese Auktion war es dann auch. Die Auktionatoren Paul Krause und Maik Schneider trugen gut gelaunt auch schon mal einen alten Ledermantel als Model. Der ging für 80 Euro weg.

Mit einiger Verspätung konnte dann Bilanz gezogen werden. Es habe sich gelohnt, so Krause. „Wir werden die zwei Vereine mit je 700 Euro von dieser Auktion finanziell unterstützen“, kündigte er an. Danach hieß es aber für die Glesiener Fahrzeugerhalter Motoren anlassen – und auf zum Delitzscher Schloss, wo eine Besichtigung auf dem Programm stand. Am Abend war dann noch eine kleine Grillparty im Pfarrhof angesagt.

Von Michael Strohmeyer

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