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Schkeuditz Baubeginn bei DHL
Region Schkeuditz Baubeginn bei DHL
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14:21 19.05.2015
Die Frachtflugzeuge von DHL sollen nach Fertigstellung des jetzt begonnen Erweiterungsbaus besser ausgelastet werden. Quelle: Peter Endig

Im Anschluss an den bereits 2005-2007 errichteten ersten Bauabschnitt der Verteilerhalle wird ein weiterer Komplex von insgesamt 51 000 Quadratmetern Grundfläche angebaut. Dabei wird jedoch Fläche überbaut, die im Planfeststellungsbeschluss dafür nicht vorgesehen ist (die LVZ berichtete).

Parallel zur Bearbeitung des Bauantrags im Landratsamt (LRA) Nordsachsen wird deshalb zum zehnten Mal jener Planfeststellungsbeschluss bei der Landesdirektion Sachsen geändert. Erst Mitte Februar hatten die Schkeuditzer Stadträte fraktionsübergreifend eine Stellungnahme befürwortet, wonach "keine abschließende Zustimmung" erteilt werden konnte. Ähnlich der Stellungnahme zur Planänderung hat die Stadt zum Bauantrag von DHL formuliert, hieß es auf Nachfrage der LVZ aus der Stadtverwaltung. Jene Stellungnahme zum Bauvorhaben war nicht Bestandteil öffentlicher Sitzungen und hatte noch vor der zur Planänderung das Schkeuditzer Rathaus verlassen. Die Stellungnahme sei laut Hauptsatzung der Stadt Schkeuditz ein Geschäft der laufenden Verwaltung, erklärte der Stadtsprecher Helge Fischer im Februar.

Jetzt hat das LRA Baugenehmigungen mit Nebenbestimmungen erteilt, geht aus einer Mitteilung des Amtes hervor. "Die Erd- und Erschließungsarbeiten können jederzeit beginnen", heißt es. Bei den Genehmigungen handele es sich allerdings lediglich um Teilgenehmigungen. "Für das neue Bauvorhaben wurden zwei Teilbaugenehmigungen beantragt, eine für die Erdarbeiten und eine andere für die Errichtung der Fundamente und der Stützen", teilte jetzt das LRA Nordsachsen mit. DHL habe den Auftrag vergeben und der Generalunternehmer beginne in diesen Tagen die Baustelle einzurichten, weiß man im Amt. Erdarbeiten, Bagger, ein großer Schuttberg und geschäftiges Treiben sind aber rund um das ebenfalls relativ neue Hochregallager von DHL bereits auszumachen. Lediglich die Lärmschutzwand und erwähntes Lager verstellen die Sicht.

Die Prüfung des gesamten Bauantrags befindet sich in der Endphase, heißt es vom LRA. Die letzten Ergänzungen in den Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange würden erwartet. Die Prüfung des Brandschutzkonzeptes durch die Landesstelle für Bautechnik hat Anfang April begonnen und wird noch ein paar Wochen in Anspruch nehmen, ist der Mitteilung zu entnehmen.

"Der Auftrag für die Prüfung der Standsicherheit wurde ausgelöst", teilte das Amt mit. Erste Vorgespräche der Tragwerksplaner mit dem Prüfingenieur für Standsicherheit hätten stattgefunden. "Die geprüften Standsicherheitsnachweise sind Voraussetzung für den Baubeginn der Fundamente und Stützen nach der Teilbaugenehmigung sowie aller weiterer statisch relevanter Bauteile", informierte das Landratsamt.

Schkeuditz sieht den Neubau zwar als positive Ergänzung zur vorhandenen Lärmschutzwand. Die Stadt fordert aber dennoch ein Schallgutachten, "da nicht sichergestellt ist, dass für die Betroffenen im Vergleich zu den neu geplanten Vorhaben keine Schlechterstellung eintritt", heißt es in der Stellungnahme. Nach der Fertigstellung des Baus soll es nicht mehr Flieger geben; die vorhandenen sollen besser ausgelastet werden, sagte der damalige DHL-Leipzig-Chef Robert Viegers im Dezember. Seit Januar ist Ralph Wondrak sein Nachfolger.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.05.2014
Roland Heinrich

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