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Schkeuditz „Baum fällt!“ an der Bocklinie im Auewald
Region Schkeuditz „Baum fällt!“ an der Bocklinie im Auewald
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06:00 06.01.2010
Schkeuditz

Notwendig sind die Pflegearbeiten nach Auskunft des Forstbezirks um Baumbestände zu verjüngen und Vitalitätsverbesserungen durchzuführen. Dabei entnimmt der Revierförster punktuell einzelne Bäume. „Die Markierung der Bäume ist bereits erfolgt“, weiß die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Nadine Schmiedl. Um den Bäumen mehr Platz im Kronen- und Wurzelbereich zu geben, würden die markierten Bäume entfernt beziehungsweise gefällt. Wie Forstdirektor Andreas Padberg schriftlich mitteilte, würden dadurch die Bestände stabilisiert. Die geförderten Bäume bekämen mehr Platz zum Wachsen, würden kräftiger und widerstandsfähiger, zum Beispiel gegen Sturm. Biotop- und Totholzbäume, die Lebensraum etwa für Fledermäuse, Spechte, Eulen oder totholzzersetzende Insekten seien, würden bei den Durchforstungen aus naturschutzfachlicher Sicht belassen. Zusätzlich zu den vitalitätssteigernden Maßnahmen wurden außerdem einzelne Bäume an den Weg- und Straßenrändern entlang der B186 gefällt, um die Sicherheit des Straßenverkehrs zu gewährleisten. „Das haben wir schon im letzten Jahr gemacht“, sagt Vorarbeiter Andreas Thiele. Gemeinsam mit seinen Kollegen Michael Pötzsch, Andreas Henker und Ralf Stahnke ist Thiele seit Montag an der Bocklinie mit der Kettensäge zu Gange. 30 bis 40 Bäume, die als Behinderung des Bestandes gelten, seien bisher gefallen. „Ein Baum zu fällen, der einen Durchmesser von etwa 1,30 Meter hat, dauert zirka 20 Minuten“, berichtet er aus Erfahrung. Der Warnruf „Baum fällt!“ werde übrigens immer noch verwendet. Jedoch bevor der Fällschnitt am Stamm vollzogen werde. „Das, was man immer im Fernsehen sieht, ist Quatsch“, weiß er. Da sehe man des Öfteren, dass der Baum schon stürzt während die Warnung gerufen werde. Nach dem Keilschnitt und vor der eigentlichen Fällung müsse man Achtung rufen, weiß Thiele. Sämtliches Holz, das hier anfällt, sei schon von Holzfirmen bestellt oder an sie verkauft, berichtet der Vorarbeiter. Aufgabe sei es nun, die entsprechenden Verkaufssortimente zurecht zu schneiden. Zunächst hier an der Bocklinie und im Anschluss entlang der Gundorfer Linie. „Wir wollen schon eher fertig werden“, sagt Thiele mit Verweis auf Ende Februar. „Wir haben derzeit ideales Wetter“, freut sich Thiele und schimpft lediglich über den Schnee in den Baumwipfeln, der bei jeder Fällung auf ihn herabstürzt. Alle Maßnahmen, heißt es in der Mitteilung des Staatsbetriebes, sind an den hohen Standards hinsichtlich Nachhaltigkeit, Bodenschonung und Umweltverträglichkeit ausgerichtet, die das PEFC (Programm für die Anerkennung von Waldzertifizierungssystemen)-Gütesiegel fordert. Es sei jedoch nicht ausgeschlossen, dass je nach Witterung auch der Zustand der Wege leidet. Dafür bittet der Forstbezirk um Verständnis. Nach der Holzabfuhr würden bei geeignetem Wetter eventuell aufgetretene Wegeschäden beseitigt, heißt es weiter. Zudem wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Betreten von Waldflächen und Waldwegen während des Holzeinschlages oder dessen Aufbereitung nicht zulässig ist.

Roland Heinrich

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