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Baustart für Südumfahrung ist Mitte Juni geplant

Baustart für Südumfahrung ist Mitte Juni geplant

In Sachen Südumfahrung des Schladitzer Sees wird es ernst: Gestern nämlich waren Mitarbeiter des Technischen Services Schkeuditz (TSS) dabei, Gehölze auf der zukünftigen Trasse, die in Radefeld startet - oder endet - zu entfernen.

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Eine Schneise für die Südumfahrung schlugen gestern zwei TSS-Mitarbeiter in Radefeld. Der Strommast blieb stehen und wird noch versetzt.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz/Radefeld. Am östlichen Ende der Kölner Straße sägten Steffen Matthias und David Weber eine Schneise in eine Ackerrandbepflanzung. Zur Baufeldfreimachung, wie Stadtsprecher Helge Fischer gestern informierte.

Die Straße soll von besagter Kölner Straße im Radefelder Gewerbegebiet Tannenwald zur Mittelstraße und weiter in Richtung Biedermeierstrand an das Haynaer Ufer des Schladitzer Sees führen und von da weiter zur alten Bundesstraße 184. Auf der Kreuzung dort entsteht ein Kreisverkehr.

Derzeit sei die Stadt Schkeuditz, die bei dem Gemeinschaftsprojekt mit dem Landratsamt Nordsachsen und mit Rackwitz die Rolle des Bauherrn ausfüllt, in den Ausführungsplanungen, informierte Bürgermeister Lothar Dornbusch (Freie Wähler) auf Anfrage. Erst am Montag hatte es eine Beratung gegeben zwischen den Beteiligten und dem Seenkoordinator Delitzscher Land, Eckhard Müller, berichtete Dornbusch. "Wir wollen es schaffen, zum Ende des Monats mit der Ausschreibung zu beginnen", sagte er.

Voraussetzung, dass die Ausschreibung, die übrigens deutschlandweit erfolgen wird, auch stattfindet, ist ein positiver Förderbescheid. Wie berichtet, unterstützt die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) mit sogenannten Paragraf-4-Mitteln den Straßenbau nicht unerheblich. Die Gelder für das Drei-Millionen-Euro-Projekt sind auch im Plan eingestellt, wusste Dornbusch. "Wir erarbeiten gerade den Förderantrag", sagte er. Den Bären-Anteil bei den Eigenmitteln muss Schkeuditz mit 270 000 Euro leisten, Rackwitz ist mit 230 000 Euro dabei und der Landkreis steuert noch 30 000 Euro bei.

Mitte Juni, so sieht es der Zeitplan vor, soll mit dem Bau der rund vier Kilometer langen Straße begonnen werden, sagte der Bürgermeister und betonte noch einmal, dass die Bewilligung der Förderung die Voraussetzung ist. Neben dem Bau der Straße ist auch ein Brückenbauwerk über den Mülkau­graben notwendig. "Hierfür ist die wasserrechtliche Genehmigung avisiert, die bisher noch nicht da ist", informierte Dornbusch. Der Grünflächenausgleich, der nicht Bestandteil der jetzigen Ausschreibung ist, werde später erfolgen. Bis Ende 2015 soll die neue Verbindung, die eine alte, durch den Tagebau verschwundene Straße ersetzt, fertiggestellt sein.

Entlang der zukünftigen Straßentrasse müssen die TSS-Mitarbeiter noch ­allerhand Gehölze beseitigen. So sind am Haynaer Strand und am geplanten Kreisverkehr auf der ehemaligen B 184 noch hauptsächlich Büsche und Sträucher zu entfernen. Ein Strommast, der in Radefeld mitten auf dem zukünftigen Streckenverlauf steht, blieb gestern stehen. Er wird später versetzt werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.02.2014
Roland Heinrich

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