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Schkeuditz Bauwerk kostet jetzt gut eine Million Euro
Region Schkeuditz Bauwerk kostet jetzt gut eine Million Euro
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00:19 07.08.2017
Letzte Arbeiten am Asphalt: Am Freitag soll die Deckschicht von Mitarbeitern der Firma Arlt aufgebracht werden. Quelle: Foto: Roland Heinrich
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Schkeuditz

Mit einiger Verzögerung neigen sich die Arbeiten an der Brücke zwischen Wolteritz und Hayna jetzt dem Ende entgegen. Wie die Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), Isabel Siebert, mitteilte, würden nach der derzeit laufenden Asphaltierung noch passive Schutzeinrichtungen hergestellt und die Markierung aufgebracht. In der Woche vom 14. bis 18. August soll der Verkehr dann auf die neue Brücke verlegt werden. Allerdings bleibe die gerade geltende Verkehrsregelung in jeweils nur eine Richtung und mit Ampel bestehen, weil noch die Behelfsumfahrung zurückgebaut werden müsse.

Eigentlich sollte die Brücke Ende Juni bereits fertig sein. Erste Informationen kündigten ein Ende sogar für Ende Mai an. Doch schon der Baustart verschob sich: „Zusätzliche Forderungen der Verkehrsbehörde im Zusammenhang mit der Behelfsumfahrung und dem Radweg führten zu einem verspäteten Baubeginn“, erklärte Siebert. „Darüber hinaus gab es während der Bauausführung technologisch bedingte Änderungen, die zu einer längeren Bauzeit führten“, ergänzte sie. Die aktuell gültige Sperrung gilt jetzt bis 30. September. „Bis dahin muss die S 8 wieder für beide Fahrtrichtungen freigegeben sein“, sagte die Lasuv-Sprecherin.

Bis dahin soll auch der Radweg, der momentan als Baustellenzufahrt dient und unter der Brücke hindurch führt, wieder nutzbar sein. Er kann erst als letztes, nach dem Rückbau der Behelfsumfahrung und der ordnungsgemäßen Wiederherstellung des Radweges, für Radfahrer freigegeben werden.

Das die Brücke überhaupt erneuert wurde, liegt neben dem baulichen Zustand der vorherigen Brücke wohl auch an Hinweisen aus der Naturschutzbehörde. Laut der nämlich ist die Brücke – oder vielmehr der Weg unter ihr hindurch – die einzig sichere S 8-Querungsmöglichkeit für Wildtiere zwischen dem Werbeliner See und dem Schladitzer See, teilte das Lasuv mit. Denn eigentlich wäre das Brückenbauwerk, unter welcher einst die Tagebau-Grubenbahn entlangfuhr, für den Verkehr nicht unbedingt nötig: In einer Ebene hätten sich Auto- und Radverkehr treffen können, meinte LVZ-Leser Siegmund Zschippang aus Rackwitz und nannte das Bauwerk „Unfug“, warf den Behörden Geldverschwendung vor (die LVZ berichtete). „Es ist erforderlich, die Brücke durch einen Ersatzneubau zu ersetzen, da sich an dieser Stelle, beidseitig der S 8, Biotope befinden“, hieß es hingegen vom Landesamt. Inwieweit die Einebnung an der Stelle der Brücke Geld gespart hätte, lies das Lasuv offen.

Die ursprünglich geplanten Kosten für das jetzt fast fertige Bauwerk indes werden leicht überschritten, informierte Siebert auf LVZ_Anfrage. Grund seien während des Baus aufgetretene zusätzlich notwendige Leistungen. Die Brücke kostet mit gut einer Million Euro jetzt etwa 130 000 Euro mehr als geplant.

Von Roland Heinrich

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