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Schkeuditz Bessere Bedingungen für Patienten und Mitarbeiter
Region Schkeuditz Bessere Bedingungen für Patienten und Mitarbeiter
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00:17 29.01.2016
Volker Kylau (links) vom Sächsischen Finanzministerium übergibt den symbolischen Schlüssel an seinen Kollegen Alf-Rüdiger König aus dem Sozialministerium. Quelle: Foto: Olaf Barth
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Schkeuditz

Mit einem kleinen Festakt wurden am Montag im Sächsischen Krankenhaus Altscherbitz nach fast zweijähriger Planung und Bauphase feierlich zwei sanierte Häuser ihrer Bestimmung übergeben. Das Haus 4 beherbergt jetzt die Psychiatrische Institutsambulanz, einschließlich eines Schizophrenie-Früherkennungszentrums. Hier erfolgt die Beratung, Diagnostik und Therapie von Patienten mit schweren psychiatrischen Störungen wie zum Beispiel Depressionen, Psychosen, Borderline-Störungen, Suchtproblemen oder Demenzerkrankungen. Im Haus 3 befindet sich jetzt ein modernes ergotherapeutisches ambulantes Zentrum zur Behandlung von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen.

Für die denkmalgerechte Sanierung der Gebäude wurden 3,4 Millionen Euro investiert. Der veranschlagte Haushaltsbetrag wurde damit um über 200 000 Euro unterschritten, sagte Volker Kylau, Referatsleiter Landesbau im Sächsischen Staatsministerium der Finanzen. Außerdem sei ein Großtel der Aufträge an mittelständische Unternehmen aus der Region ergangen. Er übergab den symbolischen Schlüssel für die Eröffnung der beiden Häuser an seinen Kollegen Alf-Rüdiger König aus dem Sozialministerium, der diesen Schlüssel dann nach seiner Ansprache umgehend an die Klinik-Verwaltungschefin Doreen Neu und Chefärztin Barbara Richter weiterreichte.

„Jetzt haben wir optimale und individuelle Behandlungsmöglichkeiten, dazu ist eine Vielzahl von Spezialsprechstunden möglich“, freute sich Richter und dankte allen daran Beteiligten, ehe sie die Gäste zu einer Führung durch die neuen Gebäude einlud. „Ich bin glücklich, dass wir dieses schöne Haus für unsere Ambulanz bekommen haben“, sagte sie angesichts der denkmalgerechten Sanierung des 1906 errichteten Hauses 4. In dem Gebäude an der Leipziger Straße gleich hinter dem Parkplatz wurden die alten Fenster, Türen und Treppengeländer aufgearbeitet und erhalten. Gleichzeitig entstanden hier moderne Therapie- und Arzträume. Die Gesamtnutzfläche liegt bei rund 540 Quadratmetern. Die Psychiatrische Institutsambulanz versorgt im Jahr zirka 14 400 Fälle. Auf den drei Etagen werden Sprechstunden aller Berufsgruppen wie von Ärzten, Psychologen und Sozialarbeitern angeboten.

Ebenso froh und stolz präsentierte Richter das Haus 3. Dort sagte die Leitende Ergotherapeutin Nora Hofmann gegenüber der LVZ: „Wir hätten nie zu träumen gewagt, so ein Schlösschen zu bekommen, das ist das i-Tüpfelchen zur Behandlung unserer ambulanten Patienten. Viele Jahre mussten wir in sanierungsbedürftigen Häusern improvisieren.“ Ihre Kolleginnen nickten zustimmend und strahlten ebenso. „Wir sind sehr glücklich über und stolz auf das neue Haus. Wir hatten viele Möglichkeiten der Mitgestaltung erhalten, trotz der durch den Denkmalschutz definierten engen Spielräume“, sagte Hofmann weiter.

Zum Beispiel habe sie sich 15 Jahre schon so einen Snoezelenraum gewünscht. In dem mit ruhiger Entspannungsmusik, Lichtspielen und Liegemöglichkeiten ausgestatteten Raum können Patienten zur Ruhe finden. Einen solchen Raum gibt es jetzt ebenso wie das Computerkabinett für kognitives Training, eine Therapieküche, Holzwerkstatt und weitere Ergo-Räume auch für handwerkliche und sportliche Betätigungen.

Von Olaf Barth

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