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Schkeuditz Biedermeier-Vision zum Greifen nah
Region Schkeuditz Biedermeier-Vision zum Greifen nah
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06:00 30.04.2010
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Schkeuditz

Mitglieder des Haynaer Strandvereins erläuterten die Vision vom Biedermeier-Strand. Etwas aufgeregt sei er, sagte Christoph Zwiener. Dabei ist gerade er in Sachen öffentliche Auftritte sowohl mit dem Haynaer Strandverein als auch mit dem Musik- und Theaterverein Priester schon ein alter Hase. Doch gestern Nachmittag war es noch einmal etwas Besonders. „Wir stellen heute nicht nur das Strandmodell öffentlich vor, sondern auch die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie, die insgesamt 100 Seiten umfasst“, so Zwiener. An der mit EU-Mitteln und vom Landratsamt Nordsachsen unterstützten Studie waren Landschaftsplaner, Bühnenbildner, Wirtschafts- und Marketingexperten beteiligt, die ein Konzept zur Realisierung des Biedermeierstrand-Projektes erstellten. Und die Analyse bestätigt jetzt Realisierbarkeit und positive Wirkungen in vielerlei Hinsicht. So nimmt diese Strand-Vision immer realere Züge an und scheint greifbar nah. Geträumt werden konnte gestern schon anhand des enthüllten Modells. Kulturhaus für Chöre und Orchester, Grammophoncafé, historische Badeanstalt, Kurpark, Tennisplatz und vieles mehr verdeutlichten, wie dieser Strandabschnitt künftig mit sanftem und eher leisem Tourismus mit Leben erfüllt werden soll. Und auf Sponsoren warten sogar richtige Titel: „Kapitän“ wird, wer 500 Euro für ein Tretboot locker macht, ein Bademeister“ hilft mit 400 Euro für einen Strandkorb. Und so geht es gestaffelt über „Bankdirektor“, „Schirmherr“ (250 Euro für einen Sonnenschirm) “Zaunkönig/Bienenkönigin“ (150 Euro für Bepflanzung) bis zum „Biedermeier“ für Sachleistungen weiter. Gefreut über die gute Resonanz an diesem Nachmittag hat sich auch Daniela Hussel. Die Leipziger Malerin und Bühnenbildnerin hatte zirka ein viertel Jahr an dem Modell gearbeitet. „Das war mein erstes Modell in dieser Größenordnung. Ich finde die Idee des Vereins toll. Das wäre doch traumhaft schön, wenn in dieser Tagebaufolgelandschaft so ein schöner Park entstehen könnte, einfach wunderbar.“ Die 47-Jährige ist dank ihres Kollegen Zwiener auch schon seit gut drei Jahren über das Projekt informiert und findet es großartig, dort mitmachen zu können: „Das hat einfach auch Spaß gemacht.“ Nun soll ihr Modell erst in Schkeuditz im Rathaus oder in den Kolonnaden ausgestellt werden und dann auf PR-Reise gehen. Zum Beispiel auf den Flughafen und Voll des Lobes war auch Sandra Brandt, die Geschäftsführerin des Tourismusvereins Leipziger Neuseenland. „Das ist so ein schönes, ideenreiches Projekt. Ich bin von Anfang an begeistert. Genau so etwas brauchen wir, um auch den Norden ins Neuseenland integrieren zu können. Dafür sind so engagierte Leute wie hier nötig, die diese Idee leben. Unser Verein wird das Projekt nach Kräften unterstützen“, sagte die 31-Jährige. Die weitere Unterstützung der Stadt im Rahmen des finanziell Möglichen sagte auch Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) zu. „Schon als Christoph Zwiener vor gut drei Jahren die ersten Skizzen zeigte, fand ich das eine tolle Idee. Wie gut sie ist, zeigt ja auch die Tatsache, dass für den Start des Projektes die ersten Sponsoren recht schnell gefunden wurden. Es ist eben etwas ganz Besonderes, bei dem es sich lohnt, mitzumachen.“ Noch vor allen anderen hatten die Haynaer Gelegenheit, sich das Modell anzuschauen und über die Biedermeier-Visionen zu diskutieren. Gut 80 der 230 Einwohner hatten sich letzten Sonnabend informieren können. „Ohne Übertreibung, diese Haynaer waren hellauf begeistert. Sie haben sich mit der Idee angefreundet, die anfängliche Skepsis ist gewichen“, so Gründling.

Olaf Barth

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