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Biedermeierstrand soll Trinkwasser-Anschluss bekommen

Biedermeierstrand soll Trinkwasser-Anschluss bekommen

Christoph Zwiener ist nach wie vor überwältigt, wie die Resonanz der Besucher am Biedermeierstrand auf die dort neue Bühne ausfällt. Auch von den Möglichkeiten, die sich mit der Bühne direkt am Wasser ergeben.

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Auch Wasser aus der Leitung könnte es am Biedermeierstrand bald geben.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. Dem im Haynaer Strandverein für die Kultur Zuständigen gehen die Ideen nicht aus. Er spricht von Schiffen, die in Aufführungen mit einbezogen werden könnten und hat die Störtebeker Festspiele in Ralswiek oder die Seebühne im österreichischen Bregenz im Hinterkopf.

Doch das, was jetzt am Biedermeierstrand baulich entstanden ist, ist nur mit einer Genehmigung versehen, die an Bedingungen geknüpft ist. Diese Bedingungen betreffen die Erschließung der Fläche des Haynaer Strandvereins. Damit sind Wasser, Abwasser und eine Zufahrt gemeint. Bei der Trinkwasser-Erschließung sind nun erste, erfolgversprechende Schritte gegangen worden.

"Wir sind auf einem guten Weg", sagte Zwiener und wird vom Delitzscher Seen-Koordinator Eckhard Müller bestätigt. Auch Ina Witek, Geschäftsführerin vom Zweckverband Delitzsch-Rackwitzer Wasserversorgung (Derawa), ist zuversichtlich, dass eventuell noch in diesem Jahr mit der Verlegung einer Trinkwasserleitung zum Biedermeierstrand begonnen werden kann. Zwischen den Genannten hat es am Donnerstag ein Gespräch auch unter Beteiligung der Stadt Schkeuditz gegeben, das zuversichtlich stimmt.

Diese Zuversicht ist auf die Möglichkeit der Förderung für die Trinkwasser-Erschließung begründet, deren Höhe jetzt bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten betragen kann. Eine Neufassung der Förderrichtlinie, die am 14. Juli beschlossen und mit der Veröffentlichung im sächsischen Amtsblatt seit 6. August wirksam ist, macht diesen hohen Förderanteil möglich, informierte Müller. Die Förderung käme vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) und sei für die wirtschaftsnahe Infrastruktur im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" bestimmt. In Nordsachsen gibt es höchste Fördermöglichkeit und auch die touristische Entwicklung profitiere davon, wusste der Seen-Koordinator.

"Wir werden nun den Förderantrag stellen", sagte die Derawa-Geschäftsführerin. Wenn alles gut läuft und auch beim Eigenanteil der Erschließungskosten eine Einigung zustande gekommen ist, will der Zweckverband noch in diesem Jahr, wohl im Spätherbst, mit den Arbeiten beginnen, sagte Witek. Was die Bauzeit betrifft, kann sie keine Aussagen treffen, da die bedingt durch den dann einsetzenden Winter ja wetterabhängig sei. Eine Trinkwasserversorgung im Frühjahr oder zumindest zur nächsten Kultur-Saison am Haynaer Strand nennt Zwiener aber realistisch.

Während es momentan eine Trinkwasser-Stichleitung von Neu-Schladitz zur Schladitzer Bucht gebe, will die Derawa dann einen Leitungsring schließen. "Bis nach Hayna ist die Strecke für eine Stichleitung zu lang. Auch hat der Ringschluss hygienische Vorteile", sagte Witek. Wenn nämlich am Biedermeierstrand kein Wasser entnommen werde, würde das Wasser in der Leitung stehen und es könnten Keime entstehen.

Während die Trinkwasser-Versorgung vor der Umsetzung zu stehen scheint, gibt es bei Abwasser und bei der Straßenerschließung noch einigen Klärungsbedarf, was die Kostenbeteiligung des Haynaer Strandvereines betrifft. Dabei drängt die Stadt auf Geschwindigkeit. "Die Straßenerschließung soll mit Paragraf-4-Mitteln umgesetzt werden", sagte Bürgermeister Lothar Dornbusch (Freie Wähler). Diese Mittel sind in der letzten Zeit prozentual herabgesenkt worden. "Es kann sein, dass eine weitere Absenkung ansteht, was den Eigenanteil natürlich erhöht. Dieses Risiko wollen wir umgehen", sagte Dornbusch. Bevor aber angefangen werde, zu planen, müsse die Kostenbeteiligung klar sein. Ein Engagement eines Investors, das es gab, wird vom Verein abgelehnt. "Wir möchten an unserem Konzept festhalten und müssen eine andere Lösung finden", sagte Zwiener.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.08.2015
Roland Heinrich

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