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Schkeuditz Bis zu 700 Euro für einen Scherz
Region Schkeuditz Bis zu 700 Euro für einen Scherz
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13:03 12.05.2011
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Schkeuditz

Grund dafür ist nicht die turnusmäßige Säuberung im Frühjahr. „Erst vor ein paar Wochen haben wir die gemacht“, sagte Heidel. Jetzt sei eine Verunreinigung mit Waschpulver oder Geschirrspülmittel die Ursache für die ganztägige Arbeit der beiden TSS-Mitarbeiter. Immer wieder dann, wenn nach der Winterpause die Wasserspiele angeschaltet werden, erlaubten sich vermutlich Jugendliche diesen Spaß, berichtet Heidel aus Erfahrung. Die Anschaltung sei etwa vor 14 Tagen erfolgt. „Diesmal sieht es noch recht glimpflich aus. Es ist schon einmal vorgekommen, dass ein riesiger Schaumberg den Teich bedeckte“, erinnerte sich Heidel und wundert sich nicht über derartige Scherze. Eine Flasche Spülmittel koste eben nicht die Welt.

„Wir müssen den Teich und die unterirdische Zisterne komplett leer pumpen und so den Kreislauf vom Wasser befreien. Die Wasserläufe selbst werden wir dann noch einmal spülen“, informierte Flechsig zu den gestrigen Arbeiten. Billig seien derartige „Späße“ im Resultat jedoch nicht. „Die Kosten für die Reinigung bewegen sich zwischen 600 und 700 Euro“, schätzte René Froehlich, Leiter des TSS, ein.

Deshalb bat jetzt auch Stadtsprecher Helge Fischer um Hilfe aus der Bevölkerung. Zeugen, die die Verunreinigung am vergangenen Donnerstag beobachten konnten, werden gebeten, sich in der Stadtverwaltung oder unter der Telefonnummer 034204 88157 zu melden.

„Natürlich bleibt während der Arbeit hier anderes liegen. Eigentlich wären wir mit Straßen-Ausbesserungsarbeiten beschäftigt“, sagte Heidel gestern. Den ganzen Tag sei man nun mit dieser Reinigung beauftragt. Heute soll das Wasser wieder fließen. „Ich hoffe, dass nicht gleich wieder jemand was reinkippt“, äußerte der TSS-Mitarbeiter. Irgendwann, wenn solche Reinigungsarbeiten überhand nehmen, würden dann eben die Wasserspiele abgestellt.

Ob derlei Gefahr tatsächlich besteht, konnte gestern nicht in Erfahrung gebracht werden. Fakt ist jedoch, dass der TSS ein stadteigenes Unternehmen ist und dessen Ausgaben sich auch auf den Haushalt der Elsterstadt niederschlagen. Und der ist bekanntlich alles andere als üppig.

Roland Heinrich

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