Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Schkeuditz Bitzer baut dominierendes Gebäude mit neuer Mensa
Region Schkeuditz Bitzer baut dominierendes Gebäude mit neuer Mensa
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:03 19.05.2015
Am Ende wird's verpackt: Michael Czupalla bekommt von Frank Fuhlbrück Einblick in die Produktion bei Bitzer, während Jörg Enke (von rechts) lauscht. Quelle: Roland Heinrich

Nicht nur auf dem Gelände der einstigen Flugzeugmontagehalle soll gebaut werden (die LVZ berichtete), auch am Firmensitz um die Ecke soll ein Neubau entstehen, wie der Schkeuditzer Werksleiter Frank Fuhlbrück gestern verriet.

Stetig ist der Kühlmaschinenbauer mit seinem Schkeuditzer Werk seit 1991 gewachsen. Mit dem Stammsitz in Sindelfingen operiert Bitzer weltweit und ist der größte unabhängige Aggregate-Hersteller. Für den nordsächsischen Landrat Michael Czupalla (CDU) Grund genug, das Werk aufzusuchen und Informationen abzufragen. Nicht ohne vorab das Engagement des Unternehmens zu würdigen: "Was Sie hier in Schkeuditz leisten, verdient hohe Anerkennung. Sie sind ein verlässlicher Partner. Der Landkreis hat immer ein offenes Ohr, falls Unterstützung gefragt ist", wandte sich Czupalla an Fuhlbrück.

Beim Gespräch dabei waren auch Tilo Köhler-Cronenberg, Sachgebietsleiter im Amt für Wirtschaftsförderung des Landratsamtes und der Schkeuditzer Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler). "Wenn ich überlege, was in Schkeuditz alles entstanden ist, können die Stadt, aber auch der Landkreis nur stolz sein. Wenn ich das vor zehn Jahren so prophezeit hätte, hätte man mich für verrückt gehalten", schätzte Czupalla ein. Immerhin hätte sich die Arbeitslosenquote von der Entstehung des Landkreises Nordsachsen 2008 bis heute etwa halbiert. Dass es heute in nicht unwesentlichem Maße freie Lehrstellen gibt, daran war vor zehn Jahren noch nicht zu denken.

"99 Prozent unserer Angestellten sind Facharbeiter. Das erleichtert die innerbetriebliche Kommunikation wesentlich", schätzte Fuhlbrück ein. Bitzer bildet in Schkeuditz aus und will mit der Erweiterung auch die Lehrlingszahl aufstocken. Entsprechend der Bedarfe bei der Ausbildung in der Region auch das Angebot in den Berufsschulen anzupassen, dahin müsse der Weg nach Czupallas Vorstellungen gehen. Verstärkt müsse auf die Unternehmen zugegangen werden. Dabei meint der Landrat auch die Schulen. "Man kann Berufe nur glaubhaft interessant vorstellen, wenn man weiß, wovon man redet", sagte er. Mit einigen Arbeitgebern stehe man diesbezüglich schon im Kontakt.

Schon Ende dieses Jahres sollen erste Umzüge in die neue Produktionsstätte neben dem Walter-Lutze-Stadion erfolgen. Eine komplette Fertigstellung ist dort dann für April 2016 geplant. Auf dem benachbarten Firmensitz soll das bisherige Bürogebäude abgerissen und ein neuer, dominierender Bau bis 2017 entstanden sein. "Büros und Duschen befinden sich momentan in Containern. Der Zustand ist nicht mehr haltbar", sagte Fuhlbrück. Im Erdgeschoss des Neubaus soll es neben dem Empfang verschiedene Prüfstrecken für die Aggregate geben. Darüber befindet sich die Mensa, die dann 200 statt bisher 120 Sitzplätze hat. In der zweiten Etage werden Büros untergebracht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.02.2015
Roland Heinrich

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein im blau-gelben Outfit daherkommender Einkaufsmarkt in Schkeuditz, der seine Verkaufsfläche von 800 auf 1100 Quadratmeter vergrößern wollte, darf nach einem Beschluss des Technischen Ausschusses (TA) nun nicht erweitern.

19.05.2015

Über 40 Kindergartenkinder in Lützschena, Wehlitz und Schkeuditz nahmen jetzt an einem musikpädagogischen Projekt des Schkeuditzer Villa-Musenkuss-Vereins teil.

19.05.2015

Möglichst noch in diesem Schuljahr soll sich die personelle Situation in der Leitungsebene des Beruflichen Schulzentrums (BSZ) Schkeuditz entschärfen. Davon zumindest geht der Referent der Sächsischen Bildungsagentur (SBA), Klaus-Peter Hohmuth, aus.

19.05.2015
Anzeige