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Schkeuditz Bitzer investiert in Schkeuditz 30 Millionen Euro
Region Schkeuditz Bitzer investiert in Schkeuditz 30 Millionen Euro
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17:20 19.05.2015
Schkeuditzer Bitzer-Werksleiter, Frank Fuhlbrück. Quelle: Olaf Barth

Jetzt ist das benötigte Grundstück gefunden und der Weg für eine 30-Millionen-Euro-Investition innerhalb der nächsten drei Jahre frei.

Die Firma Bitzer investiert 30 Millionen Euro in die Erweiterung des Firmensitzes Schkeuditz. Das teilte gestern Unternehmens-Sprecher Patrick Koops von der Bitzer-Zentrale in Sindelfingen bei Stuttgart mit. Die Pläne zur Werkserweiterung in der Flughafenstadt indes gibt es mindestens seit dem 20. Firmenjubiläum vor zwei Jahren. Geschäftsführer Senator h.c. Peter Schaufler kündigte da bereits eine zweistellige Millionen-Investition in den kommenden Jahren an.

Mit der Betriebserweiterung in Schkeuditz unterstreiche die Bitzer Firmengruppe ihre Verbundenheit mit dem Produktionsstandort Deutschland. "Durch die Investition schaffen wir die Basis für weiteres Wachstum in Schkeuditz. Dies ist auch ein wichtiges Signal für unsere Mitarbeiter", betonte Werksleiter Frank Fuhlbrück. Auch als noch nicht klar war, wo die notwendige Erweiterung des Werkes, das sich in unmittelbarer Nähe zum Flughafenareal befindet, erfolgen kann, betonte der 55-jährige Werksleiter, mit dem Firmensitz auch in Schkeuditz bleiben zu wollen. Um mehr Platz zu gewinnen, hatte sich Bitzer aus diesem Grund mit der Versandabteilung im Herbst letzten Jahres im World-Cargo-Center um die Ecke eingemietet.

Auf einem 16000 Quadratmeter großen Grundstück, für das das Unternehmen erst Ende Februar den Kaufvertrag unterschrieben hat, werden in unmittelbarer Nähe zum Schkeuditzer Hauptwerk demnächst Produktions-, Lager- und Versandgebäude entstehen. Mit wem dieser Kaufvertrag zustande gekommen ist, ließ Fuhlbrück im Dunkeln. Nur so viel: "Es war kein städtisches Gelände", sagte der 55-Jährige auf Anfrage der LVZ. Die Stadt nämlich wollte das Unternehmen unterstützen und dem Werk Flächen zur Verfügung stellen. Möglichkeiten hätte es einige gegeben. Ebenfalls der Landkreis Nordsachsen und bei einem vor-Ort-Besuch im vergangenen Jahr dann auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sicherten Unterstützung bei der Flächenfindung zu.

Nicht ohne Grund: Nach Unternehmens-Angaben ist die Bitzer Firmengruppe der weltgrößte unabhängige Hersteller von Kältemittelverdichtern. Mit Vertriebsgesellschaften und Produktionsstätten ist die Firma global vertreten. Im Jahr 2012 erwirtschafteten rund 3000 Mitarbeiter einen Umsatz von etwa 640 Millionen Euro. Schkeuditz ist dabei keine "verlängerte Werkbank", wie der hiesige Werksleiter betonte: "In Schkeuditz ist unser weltweites Kompetenzzentrum für Kolbenverdichter", hob Fuhlbrück die Bedeutung im Gesamtunternehmen hervor. Bei der kompletten Produktionsumstellung auf die Baureihe "New Ecoline", die zum 1. April in der vergangenen Woche erfolgte, spielt Schkeuditz eine entscheidende Rolle, heißt es aus der Sindelfinger Zentrale.

"Das ist für Schkeuditz ein guter Tag!", sagte Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) als er gestern vom Bitzer-Vorhaben erfuhr. "Mit der Investition werden die Arbeitsplätze und die Zukunft des Standortes gesichert. Das ist ein Signal, das sowohl die Mitarbeiter als auch die ganze Stadt voller Stolz aufnehmen und mit Zuversicht in die Zukunft blicken lassen", fügte Enke an.

In den Obergeschossen der Neubauten richtet das Unternehmen neben Sozialräumen und Büros eine neue Ausbildungswerkstatt ein. Künftig sollen hier mit drei Ausbildern bis zu 32 Lehrlinge ausgebildet werden. Parallel zum Neubauprojekt laufen im Schkeuditzer Hauptwerk die Umbauarbeiten zur Erweiterung der Produktion, zudem werden Flächen für den Büro- und Kantinenausbau geschaffen. Bis Ende 2016 sollen die mit rund 30 Millionen Euro veranschlagten Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.04.2013

Roland Heinrich

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