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Schkeuditz „Bitzer ist ein toller Betrieb“
Region Schkeuditz „Bitzer ist ein toller Betrieb“
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19:13 11.05.2010
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. Der Hersteller von Kälte- und Klimatechnik hat seit 1991 bereits 84 Lehrlinge ausgebildet. Mit dem gestrigen Aktionstag will die Agentur für Arbeit die heiße Phase auf dem Ausbildungsmarkt einläuten.

Gab es bis vor kurzem auf dem Lehrstellenmarkt mehr Bewerber als Ausbildungsplätze, so hat sich dieses Verhältnis durch den demografischen Wandel allmählich umgekehrt, sagte gestern Becker. Die Anzahl der Schulabgänger gehe weiter zurück. Und so warnte das Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit: „In manchen Bereichen gibt es schon jetzt einen brutalen Wettbewerb um gut ausgebildete Fachkräfte. Ich appelliere an die Arbeitgeber, jetzt bitte nicht bei der Ausbildung nachzulassen." Dem Fachkräftemangel müsse mit verstärkter Ausbildung begegnet werden. Positiv sei die Tatsache, dass aktuell die Firmen in Deutschland eine gleich hohe Zahl an Ausbildungsplätzen wie im Vorjahr gemeldet haben. Allerdings sei zum Beispiel in Leipzig das dritte Jahr in Folge die Zahl der Bewerber um eine Lehrstelle zurückgegangen, aktuell um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Deshalb verfolgt die Bundesagentur ein weiteres Ziel. „Wir möchten auch jenen Jugendlichen zu einer ordentlichen Ausbildung verhelfen, die Startschwierigkeiten haben und nicht die Idealvoraussetzungen für eine Lehre mitbringen", erklärte Becker. Dafür gebe es von der Agentur ausbildungsbegleitende Hilfen die sowohl fachliche Praxis als auch mittels sozialpädagogischer Betreuung soziale Kompetenz vermitteln. „Das passiert außerhalb der Arbeitszeit, kostet die Unternehmen also nichts. Bereits jetzt erhalten 100 000 Auszubildende pro Jahr solche Hilfen", erklärte das Vorstandsmitglied.

Mit über 80 Lehrlingen seit 1991 zählt das Schkeuditzer Unternehmen Bitzer zu den zuverlässigen Ausbildungsbetrieben. Die Firma gehört mit rund 600 Mitarbeitern zu den größten Arbeitgebern im Landkreis Nordsachsen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Sindelfingen ist exportorientiert, stellt in Schkeuditz für Kunden weltweit zum Beispiel 600 Hubkolbenverdichter pro Tag her, die für Anlagen der Kältetechnik gebraucht werden. Das Schkeuditzer Kompetenzzentrum ist Teil eines Firmengeflechts, dessen Gesamtumsatz 2009 zirka 400 Millionen Euro betrug. „Für uns ist Ausbildung eminent wichtig. Wir wollen die Leute dann auch bis zur Rente behalten, mit ihnen weiter arbeiten und Neues entwickeln", sagte der Schkeuditzer Werksleiter Frank Fuhlbrück und ergänzt: „Alle Auszubildenden haben wir auch zum Abschluss geführt und allen einen Arbeitsvertrag angeboten, die meisten haben zugegriffen."

Das will auch Oliver Böhm. Der 23-jährige Schkeuditzer absolviert derzeit eine Ausbildung zum Industriemechaniker: „Die Einstellung muss natürlich stimmen und das berufliche Interesse da sein. Hier lernt man alles, was man später in den Abteilungen bei Bitzer braucht. Ich würde hier gern einen Job annehmen." Mit ihm und anderen Azubis unterhält sich auch Becker nach dem Betriebsrundgang und ist begeistert: „Bitzer ist ein toller Betrieb. Die jungen Leute sind locker und mit Freude bei der Sache, das spricht für ein gutes Klima."

Olaf Barth

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