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Bitzer macht Besichtigung einstiger Montagehalle möglich

Bitzer macht Besichtigung einstiger Montagehalle möglich

Auch wenn es zum Tag des offenen Denkmals diesen Sonntag nicht mehr klappt: Der Kühlmaschinenbauer Bitzer bietet den Luftfahrtbegeisterten der Schkeuditzer Interessengemeinschaft (IG) eine letzte Gelegenheit zur Besichtigung.

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In zwei Wochen steht es nicht mehr, das vor knapp 60 Jahren als Flugzeug-Montagehalle in Betrieb genommene MAB-Gebäude.

Quelle: ArchivRoland Heinrich

Schkeuditz. Auf Anregung der LVZ wird das Unternehmen die unlängst erworbene einstige Montagehalle 5 des ehemaligen Maschinen- und Apparatebaus (MAB) noch einmal zugänglich machen. Schon in zwei Wochen soll mit dem Abriss des Gebäudes begonnen werden, wie Hagen Koitsch, Projektleiter beim Gustav Epple Bauunternehmen, gestern bestätigte. "Wir sind momentan im Inneren der Halle mit dem Rückbau beschäftigt", ergänzte er.

Bereits 1952 war mit dem Bau der Halle begonnen worden. Russische MiG-15-Jagdflugzeuge sollten hierher zur Endmontage kommen. "Das wurde nach dem 17. Juni 1953 sofort abgebrochen und ich bin lange an den Pfeilern für das Dach der Halle vorbeigefahren", erinnerte sich der seit der ersten Stunde und bis Anfang der 1970er Jahre dort beschäftigte Hans-Dieter Tack. Heute ist der 74-Jährige in der Gesellschaft zur Bewahrung von Stätten Deutscher Luftfahrtgeschichte (GBSL), zu der auch die IG Luftfahrt Schkeuditz gehört, aktiv.

Erst 1955 begann im Volkseigenen Betrieb (VEB) MAB die Generalreparatur von Flugzeugen. Die Flugzeugtypen Jak-18, Jak-11, "Trener" Z-126 und Z-226 wurden instandgesetzt, bevor 1956 die Produktion des Heck- und Tragflächenleitwerkes für das Flugzeug IL-14P begann. In der Halle mit der Nummer 5 ist übrigens auch die IL-14 für Walther Ulbricht zur Salonmaschine umgebaut worden, weiß Tack zu berichten. 1961 endete der Flugzeugbau in Schkeuditz. Flügelräder mit mehr als zehn Metern Durchmesser für Kühltürme wurden hergestellt.

Für die Erweiterung des Sindelfinger Kühlmaschinenbauers am Schkeuditzer Standort ist nun der Rückbau der rund 6000 Quadratmeter großen Halle notwendig. Wie berichtet, wird es wegen der Denkmalschutz-Auflagen aber keinen kompletten Abriss geben. Beim Teil-Abriss sollen die nördlichen beiden Achsen der Halle mit dem ehemaligen großen Flugzeughallentor erhalten bleiben und instandgesetzt werden.

"Leider ist der 14. September als Besichtigungstermin der Montagehalle in Schkeuditz nicht möglich", sagte Bitzer-Sprecher Patrick Koops. Gerne jedoch würden an einem anderen Tag die Interessenten begrüßt. "Das würde uns sehr freuen. Es haben viele Schkeuditzer hier gearbeitet und jeder weiß, was in welcher Ecke der Halle gestanden hat", sagte Horst Neundorf von der IG-Luftfahrt. Nun gelte es, schnell einen Termin zu finden. "Das werden wir auf unserem Jahrestreffen besprechen", sagte Neundorf. Dieses Treffen findet heute am Flughafen statt. Für die Besichtigungs-Möglichkeit ist er schon mal dankbar.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.09.2014
Roland Heinrich

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