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Schkeuditz Blütenzauber im Namen der Kamelie
Region Schkeuditz Blütenzauber im Namen der Kamelie
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06:00 03.04.2017
Kathrin List (l.) erklärt Wolfgang und Bärbel Kayser, wie man Kamelien pflegen und aufziehen kann – und dass man viel Geduld haben muss. Quelle: Michael Strohmeyer
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Schkeuditz

Liebhaber und Freunde pilgern alljährlich zur Kamelienschau nach Radefeld. Kathrin und Walter List haben sich dort dem blühenden Hobby verschrieben.

Schon im Eingangsbereich lockten Blumentöpfe mit Kamelien in ihrer Farbenvielfalt. Im großen Gewächshaus hinter dem Haus bewunderten die zahlreichen Besucher dann über 100 Pflanzen in fast 90 Sorten.

Kamelien seien keine Pflanzen für draußen, aber auch nicht fürs Zimmer, beantworteten Kathrin und Walter List viele Fragen. Man solle sie mit Regenwasser gießen und Staunässe vermeiden. Ihre Farben seien überwiegend Rot, Rosa und Weiß. Es gebe auch Ausnahmen, die in Gelb blühen „wie die Chrysantha“, so Hobbygärtnerin Kathrin List. Besonders stolz ist sie auf ihre Kamelie Amplexicanlis. Sie blühte in diesen Jahr zum ersten mal und hat große rosa Blüten.

Die Leipziger Steffi und Peter Körbis waren extra gekommen, um sich die bunte Blütenpracht anzuschauen. Wie lange es dauere, solche Pflanzen zu ziehen, wollten sie wissen. „Man muss viel Geduld haben“, erzählte Walter List. Bis zur ersten Blüte könne es schon mal zehn Jahre dauern.

Im imposanten Gewächshaus führte eine Wendeltreppe eine Etage höher und gab von dort tolle Blicke frei auf die unterschiedlichen Kameliensorten – ein beliebtes Fotomotiv, wie auch Peter Körbis fand und gleich seine Steffi dort ablichtete.

Es sei nicht immer leicht und manchmal gebe es auch Rückschläge, verriet Familie List. Sie hätten sich der Kamelie schon seit Jahrzehnten verschrieben, seien auch im Verein der Mitteldeutschen Kameliengesellschaft und tauschten sich dort mit anderen Mitgliedern aus.

Wie alt Kamelie werden, lautete eine der häufigsten Fragen des Tages. Die Heimat der Kamelie sei in Ostasien und die Pflanze könne mehrere hundert Jahre alt werden, antwortete Züchterin Kathrin List. Die erste Kamelie, so die Überlieferung, sei 1739 in adligen Gewächshäusern gezeigt worden und habe seitdem viele Liebhaber bis heute.

Auch im nächsten Jahr wollen die Radefelder ihre Blumenpforten wieder an einem Wochenende öffnen.

Von Michael Strohmeyer

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