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Bodenlärm fällt geringer aus als prognostiziert

Bodenlärm fällt geringer aus als prognostiziert

Schkeuditz' Hinweise zur 10. Änderung des Planfeststellungsbeschlusses Start- und Landebahn Süd von 2004 wurden im Bodenlärmgutachten berücksichtigt und die Bedenken konnten ausgeräumt werden.

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DHL baut bereits, während es im Technischen Ausschuss Schkeuditz noch um die notwendige Änderung des Planfeststellungsbeschlusses geht.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. Diese Information der Stadtverwaltung nahmen die Mitglieder des Technischen Ausschusses (TA) von Schkeuditz ohne Gegenfrage zur Kenntnis. Lediglich Stadtrat Uwe Werner (CDU) äußerte sich, nachdem Bianca Ulfik vom Ingenieurbüro CDF aus Dresden eine zusammenfassende Erklärung zum Bodenlärmgutachten gab.

Rollende Flugzeuge, Triebwerksprobeläufe, Abfertigung der Luftfahrzeuge, Be- und Entladung der Flugzeuge und der landseitige Verkehr durch Lkw, Pkw oder Züge wurde für die Berechnung mit einem dreidimensionalen Rechenmodell berücksichtigt, informierte Ulfik. Zum Vergleich wurden Berechnungen aus dem Jahr 2009 hinzugezogen, die zur Prognose für 2020 berechnet und bereits genehmigt wurden. "Die Bodenlärm­situation ändert sich nur im unmittelbaren Nahbereich und nur geringfügig", sagte die Ingenieurin. Der Bereich, in dem Pegel-Erhöhungen auftreten, liege vollständig nördlich der B6, so dass an der nächstgelegenen Wohnbebauung kein zusätzlicher Lärm auftritt.

Für den Verkehrslärm, der durch an- oder abfahrende Lkw sowie Mitarbeiterfahrzeuge entsteht, weist das jetzt vorgestellte Gutachten sogar eine Lärmminderung gegenüber der ursprünglichen aber bereits genehmigten Prognose aus. "Zur gesonderten Fragestellung der Stadt Schkeuditz, ob die Durchfahrten zwischen den Verteilerhallen zu einer 'Lärmbündelung' führen, wurde nachgewiesen, dass Auswirkungen nur im Nahbereich bis etwa 100 Meter Entfernung, jedoch nicht an der Wohnbebauung zu spüren sind", sagte Ulfik. Zusammenfassend heißt das, dass die momentane Lärm-Situation für die Anwohner sich im Vergleich zur bereits genehmigten und berechneten Situation günstiger darstellt. Genauer: Das, was die Anwohner jetzt hören, liegt im Schallpegel unter dem, was bereits in vorangegangenen Gutachten berechnet und genehmigt wurde. Dort, wo es nördlich der B6 nach jetzigem Gutachten lauter wird, wohnt keiner.

"Ein Gutachten, welches der Lärmverursacher Flughafen beauftragt und bezahlt, halte ich für fragwürdig. Ich bezweifle auch, dass die Aussage von DHL, dass es zu keiner Erhöhung der Flugbewegungen nach der Errichtung der neuen Bauten kommen wird, der Wahrheit entspricht", sagte Stadtrat Werner und hoffte auf Bestätigung oder Verneinung seiner Auffassung. "Für die Flugbewegungen bin ich nicht der richtige Ansprechpartner", entgegnete Ulfik.

Daraufhin ging der zur Sitzung anwesende Geschäftsführer des Airports Halle-Leipzig, Dierk Näther, an das Rednerpult: "Die Erstellung des Gutachtens ist uns seitens der Behörde auferlegt worden. Es blieb uns also gar keine andere Wahl, als das Gutachten zu beauftragen und auch zu bezahlen", entgegnete Näther auf die erste Aussage Werners. "Die Flugbewegungen sind nicht Bestandteil des Gutachtens; es ist ein Bodenlärmgutachten. Wenn mein größter Kunde DHL sagt, dass er die Flugbewegungen nach dem Neubau nicht erhöhen wird, nehme ich das so zur Kenntnis. Unabhängig davon sind laut Planfeststellungsbeschluss 120 000 Flugbewegungen pro Jahr bereits genehmigt. Momentan liegen wir bei etwa 60 000", erklärte Näther.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.06.2014
Roland Heinrich

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