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Bouleplatz muss nach Verkauf einem Investor weichen

Schkeuditzer Kugelsportler brauchen Ersatz Bouleplatz muss nach Verkauf einem Investor weichen

Die Tage des Bouleplatzes in der Schkeuditzer Amtsgasse sind gezählt. Am morgigen Donnerstag nämlich soll der Stadtrat beschließen, dass jenes städtische Grundstück verkauft wird. Über mehrere Jahre hatte die Stadt auch umliegende Grundstücke hinzugekauft, sodass das jetzt zum Verkauf stehende Grundstück mit knapp 3300 Quadratmetern weit größer ist als der zum Areal gehörende Bouleplatz.

Das am Markt in Schkeuditz gelegene Grundstück zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Amtsgasse soll für 420 000 Euro verkauft und dann bebaut werden.

Quelle: Roland heinrich

Schkeuditz. Die Tage des Bouleplatzes in der Schkeuditzer Amtsgasse sind gezählt. Am morgigen Donnerstag nämlich soll der Stadtrat beschließen, dass jenes städtische Grundstück verkauft wird. Über mehrere Jahre hatte die Stadt auch umliegende Grundstücke hinzugekauft, sodass das jetzt zum Verkauf stehende Grundstück mit knapp 3300 Quadratmetern weit größer ist als der zum Areal gehörende Bouleplatz. Das Gelände erstreckt sich von der Friedrich-Ebert-Straße bis zur Amtsgasse und wird im Süden vom Markt und im Norden von den Grundstücken an der Ringstraße begrenzt.

Käufer ist die Atrium Baubetreuungsgesellschaft mit Sitz in Leipzig. Das vom Stuttgarter Michael Suhr 1994 gegründete Unternehmen will für das Filetgrundstück 420 000 Euro bezahlen und ist damit Höchstbietender. Gespräche mit anderen Bietern habe es seit der Ausschreibung im Januar dieses Jahres gegeben. Deren Anzahl ist jedoch unbekannt.

Die Grundstücke Friedrich-Ebert-Straße 1 bis 7 waren 2016 sogar schon separat zum Verkauf ausgeschrieben, allerdings ohne Resonanz. Zum Glück. Denn die fehlende Resonanz dürfte in der Stadtverwaltung durchaus für ein Aufatmen gesorgt haben. Ein Käufer dort hätte das Projekt des Oberbürgermeisters Jörg Enke (Freie Wähler) – als solches kann es durchaus bezeichnet werden – zunichte machen können. Eine beauftragte Projektgesellschaft hatte nämlich für das Gesamtgrundstück Ideen zur Bebauung entwickelt, die einem potenziellen Käufer mit in die Hand gegeben werden sollten (die LVZ berichtete). Bei einem Verkauf in der Friedrich-Ebert-Straße wären diese Konzepte hinfällig gewesen.

In einer nichtöffentlichen Sitzung des Verwaltungsausschusses hatte der Atrium-Geschäftsführer Suhr bereits im Mai sein Vorhaben im Markt-Karree vorgestellt. Wenn mehr Wohn- oder Gewerbeflächen gebaut werden als bisher vom Bieter eingeschätzt werden, erhöhe sich der Verkaufspreis entsprechend einer Kalkulation, die im Interesse des Kaufinteressenten nichtöffentlich bleibt.

Andersherum verringert sich der Kaufpreis um maximal 50 000 Euro, wenn ein vom Käufer erstelltes Bodengutachten Altlasten auf der Fläche feststellt. Bei entsprechenden Nachweisen des Aushubs und bei vorhandenen Deponieunterlagen beteiligt sich die Stadt an den Entsorgungskosten bis zu genannter Maximalhöhe.

Von Roland Heinrich

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