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Schkeuditz Brandserie: Für Polizei ist Dölzig Schwerpunkt
Region Schkeuditz Brandserie: Für Polizei ist Dölzig Schwerpunkt
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21:39 27.08.2010
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Dölzig

Und die vermeintliche Untätigkeit der Polizei macht manchen wütend.

„Ich kann das verstehen. Ich habe damit kein Problem. Doch ich kann im Moment nicht mehr sagen“, reagierte Woska sachlich auf den Abmarsch einiger Zuhörer, die zuvor in der öffentlichen Sitzung ihrem Unmut mit teils deutlichen Worten Luft gemacht hatten. Denn für die vier Brandstiftungen, denen von Februar bis diesen Monat drei Gartenlauben und zwei Baucontainer zum Opfer fielen, wurde noch niemand dingfest gemacht. „Es wird in verschiedene Richtungen ermittelt. Der Einsatz des Diensthundes wird noch ausgewertet. Verschiedene Vergleichsspuren werden vom Landeskriminalamt in Dresden untersucht. Wir haben noch keine Beweise und keinen sauberen Abschluss, den wir an die Staatsanwaltschaft übergeben könnten“, hatte Woska erklärt. Zum Unverständnis einiger Betroffener und jener, die nun um ihr Hab und Gut fürchten. „Die das getan haben, sind doch bekannt, in der Nähe der Brandorte auch gesehen worden. Sollen wir die bei der Tat noch filmen?“, fragte erbost einer der Zuhörer. „Muss denn erst was ganz Schlimmes passieren, bevor man die aus dem Verkehr zieht?“, legte eine empörte Frau nach. Und ein anderer brachte das Stichwort Bürgerwehr ins Gespräch.

Grund für die Empörung ist die Ansicht zahlreicher Dölziger, dass die Brandstifter bekannt seien, aber gegen sie aufgrund eingeschränkter Schuldfähigkeit nichts unternommen werde. Das verneint Woska. „Wir brauchen Beweise, handfeste Zeugenaussagen. Wir können nicht nach Hörensagen jemanden festnehmen. Wir leben in einem Rechtsstaat, wir haben uns an die Gesetze zu halten“, begründete der Polizeihauptkommissar die Vorgehensweise. Er bekräftigte, dass in alle Richtungen ermittelt werde, was offenbar auch die von den Bürgern Verdächtigten einschließt. Sie sollen der Polizei auch wegen anderer Sachen nicht unbekannt sein. Bei den Ermittlungen werde über Kreis- (Markranstädt) und Bundesländergrenzen (Sachsen-Anhalt) hinweg zusammengearbeitet.

„Dölzig ist wegen der Brandserie für uns ein Schwerpunkt. Hier sind auch nachts verstärkt Streifen unterwegs. Sowohl zivil als auch im Funkstreifenwagen. Wir tun alles, was personell und bei der Erledigung der anderen Aufgaben möglich ist. Wir wollen diese Leute auf frischer Tat zu stellen“, so Woska. Einige Zuhörer zeigten für die Polizeibemühungen und Woskas Ausführungen Verständnis und wollen nun selbst verstärkt die Augen offen halten.

Olaf Barth

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