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Bruderschaft bringt Wein ins Rathaus

Bruderschaft bringt Wein ins Rathaus

Normalerweise wird bei Gesprächsterminen mit der Presse im Schkeuditzer Rathaus Kaffee, Tee oder ein Glas Wasser angeboten. In dieser Woche aber gesellten sich in zünftiger Tracht gekleidet Annett Kurt-Bernhard und Ingolf Schley aus Grimma zur Runde.

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Ingolf Schley und Annett Kurt-Bernhard von der Grimmaer Beaujolais-Bruderschaft stoßen mit Bürgermeister Lothar Dornbusch und Oberbürgermeister Jörg Enke (von links) auf den neuen Jahrgang, gemeinsame Bekannte in der Partnerstadt Villefranche sowie auf die deutsch-französische Freundschaft an. Auf dem Tisch die Insignien: Flasche, Silbertassen, Rebholz und Schutzpatron.

Quelle: Olaf Barth

Schkeuditz. Die beiden Mitglieder der Bruderschaft des Beaujolais hatten ein viel edleres Getränk im Gepäck: jungen, frischen Rotwein.

Kenner wissen sofort, dass es sich dabei nur um Beaujolais handeln kann, dessen Eintreffen vielfach auch in der Gastronomie-Szene Jahr für Jahr gefeiert wird. Doch für das gemeinsame Verkosten im Schkeuditzer Rathaus gab es einen anderen Grund: Die Schkeuditzer Partnerstadt Villefranche-sur-Saône gilt als die Hauptstadt des Beaujolais und ist damit auch für die Grimmaer Bruderschaft "Devoir de Saxe" (Pflicht der Sachsen) ein regelmäßiges Reiseziel. Denn die Bruderschaft fühlt sich dem Erhalt und der Verbreitung der französischen Ess- und Trinkkultur verpflichtet. Außerdem hatte der Schkeuditzer Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) im Oktober mit Villefranches Kulturbürgermeister Jean-Luc Guenichon sowie Geneviève Girin vom Orden der Bruderschaften des Beaujolais aus Villefranche den Grimmaer Beaujolais-Freunden einen Besuch abgestattet. Die Fahrt von der Elster an die Mulde fand im Rahmen der Feierlichkeiten zu 15 Jahren Städtepartnerschaft statt.

Die Bruderschaft revanchierte sich nun. Die beiden Abgesandten brachten traditionell gekleidet mit Schürze, Jacke, Hut sowie einer Kordel als Krawatte, an der eine kleine Tasse aus echtem Silber hängt, einige Flaschen des neuen Jahrgangs vorbei. Gemeinsam stießen sie mit Enke und Bürgermeister Lothar Dornbusch auf die deutsch-französische Freundschaft an. Mit den kleinen Tassen hat es übrigens eine besondere Bewandtnis. Mit ihr kann nicht nur jederzeit bei passender Gelegenheit Beaujolais getrunken, sondern auch dessen Qualität überprüft werden. "Gepanschter Wein verfärbt sich. Bei zu viel Säure reagiert das Silber und der Wein wird eher dunkelrot. Bei leicht violettem Farbton ist alles in Ordnung", erklärte Ingolf Schley. Er und seine Begleiterin hatten aber nicht nur Wein, sondern auch die Insignien der Bruderschaft mitgebracht und auf dem Tisch postiert: eine Holzfigur des heiligen St. Vincent als Schutzpatron des Weines, eine große Flasche Beaujolais mit dem Wappen der Bruderschaft, das Holz eines Rebstockes, mit dem Neulinge zu Bruder oder Schwester geschlagen werden sowie eine übergroße Silbertasse, die Anwärter in einem Zug austrinken müssen, wenn sie in die Bruderschaft aufgenommen werden möchten. Enke und Dornbusch beließen es aber am frühen Nachmittag bei dem Glas Wein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.12.2013
Olaf Barth

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