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Schkeuditz Bürger als Energieerzeuger
Region Schkeuditz Bürger als Energieerzeuger
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15:55 19.05.2015
Ingolf Gutsche, Reiner Liebich, Hans Striebel, Jörg Enke, Rüdiger Höche, Lothar Dornbusch und René Nieland (von links) aus den Partnerstädten Schkeuditz und Bühl werben für die Bühler Bürger Energiegenossenschaft. Quelle: Michael Strohmeyer

Der Ausbau soll weiter vorangetrieben werden, auch der Beitritt vieler Schkeuditzer in die Genossenschaft ist erwünscht.

Am Donnerstagabend gab es bei den Stadtwerken Schkeuditz (SWS) anlässlich der Inbetriebnahme der Schkeuditzer Photovoltaik-Anlagen ein freundschaftliches Treffen der Initiatoren dieses Gemeinschaftsprojektes. Der ehemalige Bühler Oberbürgermeister Hans Striebel vom Vorstand der BBGE lädt alle interessierten Schkeuditzer ein, Mitglieder dieser Genossenschaft zu werden. "Hier kann jeder ganz konkret etwas für die Umwelt und die Energiewende tun und sie mitgestalten. Und wir bieten für die Geldeinlagen zwischen vier bis acht Prozent Rendite brutto", sagte der 67-Jährige.

Nicht nur die Stadtwerke der beiden Städte arbeiten bei dem Projekt eng zusammen, Rückenwind gibt es auch seitens der Parlamente und der Stadtverwaltungen. "Im April gab es die ersten Gespräche, im Mai wurde bereits ein entsprechender Stadtratsbeschluss gefasst. Wir hatten ja auch schon über das Thema nachgedacht", sagte der Schkeuditzer Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler). Durch die Kooperation mit der Bühler Genossenschaft muss man keine eigene mehr gründen, spart den Verwaltungsaufwand und nutzt die Synergien. "Das Vertrauen für so eine Zusammenarbeit ist auf beiden Seiten da", so Enke.

So wurde schnell und unkompliziert alles vertraglich geregelt. Drei "Sonnen-Kraftwerke" befinden sich nun auf Dächern der SWS, eines auf der städtischen Sporthalle in der Goethestraße und die fünfte Anlage wird ab Mitte September auf dem Dach der neuen Drei-Feld-Turnhalle an der Lessingstraße errichtet. Zusammen werden dann rund 1000 Solarmodule verbaut sein mit einer Gesamtleistung von rund 250 Kilowatt-Peak (kwp). Damit können zirka 70 Vier-Personen-Haushalte im Jahr versorgt werden, rechnete René Nieland vor, dessen Firma die Anlagen auf die Dächer bringt.

Der Sonnen-Strom landet nicht direkt bei Schkeuditzer Verbrauchern, sondern wird ins Netz eingespeist. Allerdings bieten die SWS für umweltbewusste Energieverbraucher auch einen Öko-Tarif an, für den "grüner" Strom geliefert wird. Wer Mitglied der BBEG werden möchte, kann sich bei den Schkeuditzer Stadtwerken melden. Einlagen ab 100 Euro sind möglich. "Den niedrigen Einstieg haben wir bewusst gewählt, damit auch wirklich jeder die Chance hat, hier mitzuwirken", sagte Striebel. Nach ihrer Gründung im Oktober 2012 hat die Genossenschaft inzwischen 429 Mitglieder mit einer Einlagesumme von gut 1,8 Millionen Euro. Drei Schkeuditzer seien auch schon dabei.

@www.stadtwerke-schkeuditz.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 31.08.2013

Olaf Barth

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