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Schkeuditz Bürgermedaille geht nach Radefeld
Region Schkeuditz Bürgermedaille geht nach Radefeld
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15:16 19.05.2015
Jürgen und Brita Lewik erhalten von Lothar Dornbusch und Jörg Enke (von links) die Bürgermedaille für ehrenamtliches Engagement im Radefelder Sport Quelle: Roland Heinrich

Nun konnte das Paar, das sich durch ehrenamtliche Arbeit im Radefelder Sportverein 1990 hervorgetan hat, die Medaille nebst Blumen in Empfang nehmen.

Bundespolitische Prominenz vergangener und heutiger Tage nahm Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) zu Hilfe, als er zur Ehrung von Brita und Jürgen Lewik ans Rednerpult im Schkeuditzer Ratssaal trat. Aussagen von Altkanzler Helmut Kohl und vom Bundespräsidenten Joachim Gauck zitierte er, um die Bedeutung von ehrenamtlicher Arbeit herauszustellen. Ohne diese Arbeit "wäre unser Land um vieles ärmer und unser Gemeinwesen so nicht denkbar", habe Kohl 1998 gesagt. Ähnlich habe sich der Bundespräsident geäußert - und zur Verleihung der Bürgermedaille nun auch Enke.

"Gibt es ein funktionierendes gesellschaftliches Leben in einer Ortschaft ohne Ehrenamt?", fragte der Oberbürgermeister und antwortete selbst mit "Wohl kaum". Vieles wäre ohne persönliches Engagement nicht denkbar und so sei es nur selbstverständlich, auf diese ehrenamtlichen Tätigkeiten hinzuweisen und diese besonders zu würdigen.

Brita Lewik ist seit 1995 Mitglied des Radefelder Sportvereins und selbst aktiv in der Badmintongruppe, welche sie auch leitet. Seit 2001 hat sie die Funktion des Schatzmeisters übernommen. "Diese umfangreiche Aufgabe - der Verein hat etwa 400 Mitglieder - erfüllt sie stets pünktlich, korrekt und kontinuierlich", meinte Enke in seiner Ansprache. Der Sportverein führt neben den sportlichen Veranstaltungen auch Feiern für die Bürger des Ortes Radefeld und der Umgebung durch und unterstützt die Feste des Ortsteils. "Frau Lewik hat alle Fäden der Organisation in der Hand. Sie tätigt Bestellungen, Absprachen, Einteilungen, Abrechnungen und legt selbst unermüdlich Hand an", führte Enke anerkennend aus. Als Feste zu nennen seien der jährliche Fackelumzug, der Sommernachtsball und die Kirmes, welche erst kürzlich stattfand.

Seit 1990 ist Jürgen Lewik Mitglied des Vereins. Er sei leidenschaftlicher Fußballer und stehe stets rastlos mit Rat und Tat für Vereinsbelange zur Verfügung. Bis 2005 war er als Trainer im Nachwuchsbereich tätig. "Die außersportlichen Aufgaben im Verein wurden dann so umfangreich, dass er sich anderen Angelegenheiten widmete. Die Pflege der drei Sportplätze liegt in seiner Verantwortung. Mit sehr großem Engagement nimmt er diese Aufgabe wahr", wusste Enke. Im gesamten Sportplatzgelände sorge Jürgen Lewik für Ordnung und Sauberkeit.

Beim An- und Umbau des Sportlerheimes etwa war er stets Ansprechpartner gewesen und hat über die gesamte Bauzeit hunderte von Stunden geleistet, sein Geschick und sein Fachwissen eingebracht. "Das Ergebnis ist deutlich, denn nicht nur die Leistungen, sondern auch die Sportanlage des Radefelder Sportverein 1990 kann sich sehen lassen" anerkannte der Oberbürgermeister.

Drei Vorschläge lagen den Stadträten in diesem Jahr vor. "Jeder von Ihnen hatte fraglos das Potenzial, die Bürgermedaille zu bekommen", meinte Enke. Es sei in jedem Jahr eine schwere Aufgabe, aus den Einreichungen jenen zu wählen, dem mit der Verleihung der Bürgermedaille öffentlich Dank für seine Leistungen gesagt werde. Enke betonte, dass es auch eine Freude sei, dass es Jahr für Jahr wieder Vorschläge für die Bürgermedaille gebe. Zeige das doch, dass Engagement vorhanden sei, die Stadt lebens- und liebenswerter zu machen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.11.2013
Roland Heinrich

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