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Schkeuditz Busreise von Kirche zu Kirche
Region Schkeuditz Busreise von Kirche zu Kirche
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09:30 06.11.2017
Ulrich Zickenrodt zeigt den Besuchern in der Glesiener Kirche den Querschnitt von einer Holzorgelpfeife und wie darin der Ton entsteht . Quelle: Fotos: Michael Strohmeyer
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Schkeuditz

Es war wohl einer der umfangreichsten Veranstaltungspunkte der diesjährigen Schkeuditzer Kulturtage: Am Sonnabend konnten Interessenten mit dem Bus alle Kirchen in den nördlichen Schkeuditzer Ortsteilen abfahren und erfuhren dabei jeweils allerhand Wissenswertes über die Gotteshäuser.

Der erste Stopp des Busses erfolgte an der Kirche in Kursdorf. Hier zwischen den beiden Start- und Landebahnen des Flughafens Leipzig/Halle erwartete Brita Haferkorn die Besucher. Die frühere Kursdorferin wusste viel Interessantes über die mehr als 700 Jahre alte Feldstein-Wehrkirche zu berichten. In der Kirche, die mittlerweile ohne Dorf dasteht, können noch die Glocken läuten. Auch die kleine Orgel sei noch voll funktionstüchtig, sagte die ehemalige Vorsitzende des Schkeuditzer Kulturkreises. Sie hoffe sehr, dass die Kirche nicht wie der Rest des Dorfes abgerissen wird. Diesen Wunsch werden sicher auch in diesem Jahr wieder viele Besucher teilen, wenn sie der erneuten Einladung zu einem Festgottesdienst zu Weihnachten folgen. Viele ehemalige Kursdorfer hätten zudem bis heute den Wunsch, auf dem Friedhof an der Kirche begraben zu werden. Die bis jetzt letzte Beerdigung fand hier im Jahr 2016 statt.

Das Thema Orgel bestimmte dann den nächsten Stopp an der evangelischen Pfarrkirche in Glesien. Hier führten die Berufsmusiker Bernhard Prokein (Bratschist) und Ulrich Zickenrodt (Kontrabassist) von der Staatskapelle Halle ihr 2014 gestartetes Orgelprojekt „Die Königin der Instrumente – Mit allen Sinnen erleben“ fort. Die Zuhörer erfuhren hier vieles über den Orgelbau, die Pfeifen aller Art und Größen, den Blasebalg und nicht zuletzt über die Klangvielfalt des tollen Instrumentes. Zickenrodt, Vereinschef der Schkeuditzer Villa Musenkuss, hatte zudem den Bad Dübener Christian Schmidt mit ins Boot geholt. Der 33-Jährige Organist und Orgelforscher berichtete über die Zörbiger Orgelfirma Rühlmann, die hier in der Region etwa 500 Orgeln baute, so auch die in Glesien. Und in dieses Orgelwerk durften dann Besucher hineinklettern. Dort, direkt zwischen den Pfeifen aller Art, die Größte immerhin 5,40 Meter hoch, konnten sie das von Prokein erzeugte Klangspektrum des Instruments bei Bachs „Tocatta in d-Moll“ direkt am Ohr erleben.

Einen weiteren Halt des Kulturtage-Busses sah das Programm dann in Wolteritz vor, wo Mitglieder des Freundeskreises Schkeuditz-Villefranche die Kulturfreunde mit einem kleinen Imbiss empfingen. Auch hier gab es Informationen zum Gotteshaus. Zur letzten Station des Tages fuhr der Bus dann nach Radefeld. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche erklang für die Besucher Mozarts Krönungsmesse, gestaltet von der „Neuen Krostitzer Chorgemeinschaft“, dem Chor „Art Kapella“, dem Kirchenchor Zwochau-Glesien sowie dem Kinderchor und dem Singekreis aus Radefeld.

Drei Orgelführungen im Rahmen des Projektes gibt es in Glesien am heutigen Tag sowie acht weitere in Schkeuditz in der Zeit vom 16. bis 21. November. Mehr Infos unter www.villa-musenkuss.de

Von Michael Strohmeyer

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