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Schkeuditz Czupalla: "Standort braucht auch künftig Perspektive"
Region Schkeuditz Czupalla: "Standort braucht auch künftig Perspektive"
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14:41 19.05.2015
Michael Czupalla Quelle: Alexander Bley

Schöne hatte kritisiert, dass erneut in einer Zeitung davon zu lesen war, aber mit den Menschen vor Ort nicht darüber geredet wurde. "So kann man das mit uns nicht machen. Wir hätten gedacht, dass die Kommunikation anders läuft. Die dritte Startbahn ist offenbar nicht vom Tisch."

Landrat Michael Czupalla hat diesbezüglich aus Schkeuditz bisher noch keine Einladung erreicht. "Ich bin aber mit dem Oberbürgermeister zu vielen Themen in guten Gesprächen", sagte er gestern auf LVZ-Anfrage. Er sehe auch gar nicht ein, sich für jede Überlegung gleich vor einem Stadtrat rechtfertigen zu müssen. "Es muss doch erlaubt sein, darüber nachzudenken, wie es mit dem Logistikstandort hier in den nächsten zehn bis 20 Jahren weiter gehen kann und welche Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden müssen", sagte Czupalla. Vor wenigen Tagen war er mit Vertretern der Stadtverwaltung bei DHL zu Besuch (die LVZ berichtete). "Wir hatten gemeinsam ausgezeichnete Gespräche bei DHL, haben die nächsten Schritte abgestimmt und sind uns einig, den Bauantrag für die geplante Erweiterung zügig zu bearbeiten. Ich freue mich über die gewaltige Investition", erklärte der Landrat. Wie berichtet, will DHL bis Jahresende 150 Millionen Euro investieren und eine neue Halle für eine weitere Sortieranlage bauen.

Damit beim Frachtaufkommen der zweite Platz hinter Frankfurt/Main auch künftig gehalten oder noch verbessert werden kann, habe er deutlich machen wollen, sagte Czupalla, dass der Standort auch künftig eine Perspektive braucht und hat. "Darauf soll die Logistikbranche vertrauen können", begründete Czupalla seine zunächst auf der Münchner Immobilienmesse Expo Real im Oktober getätigten Aussagen zu einer möglichen dritten Start- und Landebahn.

Aus der Wirtschaft habe er in der Diskussion Zustimmung erhalten. "Das heißt nicht, dass die dritte Bahn kommen muss. Wenn die Verantwortlichen sagen, das ist nicht nötig, dann ist es so. Dennoch muss man das Thema breit diskutieren und es nicht aus Angst vor Gegenwind in der Schublade halten. Wir wissen doch, welche zeitlichen Dimensionen bei solchen Planungen mit den langen Verfahrenswegen wir in Deutschland inzwischen erreicht haben. Meine Meinung ist deshalb, auch diese für die Zukunft bestimmte Sache zeitig zu klären."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.02.2014
Olaf Barth

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