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DHL: Neue Halle dämpft Bodenlärm

DHL: Neue Halle dämpft Bodenlärm

Um von den Ausbauplänen bei DHL aus erster Hand zu erfahren, waren am Dienstagabend zahlreiche Besucher zur Sitzung des Technischen Ausschusses erschienen. Dabei wurden hauptsächlich die bereits bekannten Pläne erläutert.

Schkeuditz. Die Stadträte machten deutlich, den Prozess bezüglich der Lärmentwicklung kritisch begleiten zu wollen.

Helmut Schußmann von der Geschäftsführung der DHL Hub Leipzig GmbH und sein Kollege Torsten Glasneck nannten zunächst die bereits bekannten Fakten. Zirka 150 Millionen Euro sollen bis Ende des Jahres auf dem DHL-Gelände bei Schkeuditz in Gebäude und Anlagen investiert werden. So wird neben dem bereits bestehenden Gebäude mit den jetzigen Sortieranlagen ein weiteres mit ebenfalls gut 40 000 Quadratmetern Fläche gebaut. Das Wachstum des Umschlagvolumens hat in Leipzig alle Erwartungen übertroffen und die Erweiterung notwendig gemacht, so Schußmann. Danach könne die Bearbeitungskapazität um 50 Prozent auf 150 000 Express-Sendungen je Stunde erhöht werden. 400 weitere Arbeitsplätze würden mit der schrittweisen Erhöhung des Personalstamms entstehen.

"Der Bodenlärm wird reduziert, da das neue Gebäude wie eine zusätzliche Lärmschutzwand wirkt. DHL optimiert außerdem die Flugbewegungen und erwartet keine Erhöhung der Gesamtflugzahlen", sagte Schußmann. Das erhöhte Frachtaufkommen soll mit moderneren Flugzeugtypen, die ein höheres Frachtvolumen haben, bewältigt werden.

Zwei Brücken sollen die beiden Gebäude miteinander verbinden. Ob aber in der Lücke zwischen ihnen ein regelrechter Lärmkanal entsteht, wird im Laufe des Genehmigungsverfahrens geprüft. Gegebenenfalls wird mit Maßnahmen darauf reagiert, versicherte Glasneck. "Noch ist nichts geplant, aber wir werden ein Gutachten erstellen lassen. Wir bewegen uns mit dem Vorhaben im Rahmen des Planfeststellungsbeschlusses", antwortete er auf entsprechende Fragen von Stadtrat Reiner Ehnert (Die Linke). Lothar Böttcher (Freie Wählervereinigung Dölzig) wollte unter anderem wissen, ob die Kapazitätserhöhung Auswirkungen auf die äußere Infrastruktur hat. Schußmann erklärte, das Wachstum wird nicht über die Straße realisiert, der Lkw-Verkehr ist nachrangig.

CDU-Stadtrat Frank Hohenstatt verwies auf ein ganz anderes Problem: "Güterzüge fahren direkt am DHL-Gelände vorbei. Dieser Lärm wird vom alten und dann auch neuen Gebäude in die Stadt reflektiert. Was ist da geplant?" Glasneck: "Das können wir heute noch nicht absehen, auch deshalb fertigen wir ja das Gutachten an." SPD-Stadtrat Kurt Arnhold regte an, die Bautransporte möglichst aus der Stadt raus zu halten. Glasneck will diesen Hinweis mitnehmen. Rainer Haase (FDP): "Kann die Schallausbreitung über das Gebäude durch eine Lärmschutzwand auf dem Gebäude eingedämmt werden?" Glasneck: "Das neue Gebäude wird mit seinen 20 Metern höher als das alte."

Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) knüpfte an eine Frage der Radefelder Ortsvorsteherin Birgit Gründling (Freie Wähler) an, die vor allem den Piepston der Bodenfahrzeuge als Belastung für die Anwohner sieht. "Ändern sich die Fahrbewegungen auf dem Flugfeld oder auf der Stadtseite?", wollte Enke wissen. Auf beiden Seiten der Halle werde es Verkehr geben, aber weniger konzentriert als jetzt und teils auch mehr in der Halle, sagte Schußmann. Die piepsenden Fahrzeuge würden hauptsächlich auf dem Flugfeld unterwegs sein, dass durch die neue Halle dann besser abgeschirmt wird.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.01.2014
Olaf Barth

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