Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Schkeuditz DHL erweitert Vorfeld im Süden
Region Schkeuditz DHL erweitert Vorfeld im Süden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:00 30.06.2010
Vier weitere Stellflächen für Großraum-Frachtflugzeuge sollen im Südbereich des Schkeuditzer Airports entstehen. Quelle: Roland Heinrich
Anzeige
Schkeuditz

Das Vergabeverfahren hat, laut Airportsprecher Uwe Schuhart begonnen.

Ab Oktober wird das von DHL genutzte Vorfeld 4 am Flughafen Leipzig/Halle planmäßig um vier Standplätze für Frachtmaschinen erweitert. Hintergrund der Ausbaumaßnahmen ist der Bedarf an zusätzlichen Stellplätzen insbesondere für Großraumflugzeuge. Bis zum Herbst 2011 sollen dann die vier Stellflächen für Großraumfrachter geschaffen sein. „Das entspricht einem Kapazitätszuwachs von rund 13 Prozent“, teilt der Airport mit. Das finanzielle Gesamtvolumen des Bauvorhabens betrage dabei etwa 13 Millionen Euro. Das Vorfeld 4 sei so konzipiert und gebaut worden, dass es bei Bedarf erweitert werden könne, erwähnt Schuhart. „Die Erweiterung ist Bestandteil des Planfeststellungsbeschlusses zum Neubau der Start- und Landebahn Süd mit Vorfeld vom November 2004“, ergänzt er.

„Wir freuen uns über die positive Entwicklung des Standortes“, betont Dierk Näther, Geschäftsführer der Flughafen Leipzig/Halle GmbH. Seit der Inbetriebnahme des DHL-Drehkreuzes im Jahre 2008 wachse das Frachtaufkommen kontinuierlich und der Airport habe sich fest unter den Top Ten der europäischen Frachtflughäfen etabliert. „Mit der planmäßigen Erweiterung der Vorfeldkapazitäten trägt der Flughafen seiner wachsenden Bedeutung als internationales Luftfrachtdrehkreuz Rechnung und schafft gemäß dem bestehenden Planfeststellungsbeschluss langfristig Planungs- und Investitionssicherheit für seine Kunden“, ergänzt Näther.

„Wir können und wollen hier nichts verhindern“, sagt Peter Haferstroh, Sprecher der Schkeuditzer Bürgerinitiative (BI) Gegenlärm. Schon aus wirtschaftlicher Sicht läge ein Vorgehen gegen die Erweiterung nicht im Interesse der BI, betont Haferstroh. Zudem läge die Erweiterung im Rahmen des Planfeststellungsbeschlusses und sei somit nicht anzufechten. „Wir fordern allerdings, dass mit jeder Erweiterung auch an zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen gedacht wird“, unterstreicht der BI-Sprecher.

So sei etwa die derzeitige Lärmschutzwand zwischen DHL-Gelände und Papitz mit 800 Metern Länge und vier Metern Höhe zu klein dimensioniert, unterstreicht Haferstroh mit der Erhöhung eine Maßnahme zur Verminderung von Lärm. „Beim Beladen kann man die Flugzeuge über die Mauer hinweg sehen“, fordert der BI-Sprecher hier mindestens eine Verdopplung der momentanen Höhe. Auch soll die Wand in der Längenausdehnung vergrößert werden. Hier haben wir erfolgversprechende Gespräche mit dem OB geführt“, sagt Haferstroh.

„Es ist immer ein Spagat“, beschreibt Oberbürgermeister Jörg Enke die Schwierigkeit, verschiedenste Interessen zusammenzuführen. Die Erhöhung der Lärmschutzwand sieht aber auch er als eine notwendige, lärmmindernde Maßnahme an.

Roland Heinrich

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Auf neun Jugendliche der Gewerblich-technischen Bildungsstätte (GtB) und des Burgtheaters Wehlitz wartete beim Schkeuditzer Stadtfest eine besondere Überraschung: Sie erhielten ein Kompetenznachweis Kultur genanntes Zertifikat aus den Händen des Oberbürgermeisters Jörg Enke (FW), des Bereichsleiters in der GtB, Thomas Dreßler und der Leiterin des Burgtheaters Wehlitz, Marianne Hubrich.

29.06.2010

Im Juli ist es geschafft, dann haben die Schadtwerke Schkeuditz GmbH (SWS) ihr Erdgasversorgungsnetz von Nieder- auf Mitteldruck umgestellt. Seit 2000 hat die hundertprozentige Tochterfirma der Stadt Schkeuditz rund drei Millionen Euro in die Erneuerung und den Ausbau des Gasnetzes investiert.

29.06.2010

Badewetter, Ferienbeginn und Fußball-Weltmeisterschaft ­– die Konkurrenz für das 19. Schkeuditzer Stadtfest war groß. So schienen die Besucherströme gelegentlich nicht ganz so dicht wie voriges Jahr. Dennoch amüsierten sich Tausende an den vier Tagen in den Straßen und vor den Bühnen der Innenstadt.

27.06.2010
Anzeige