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Dämpfer bleiben an den Schkeuditzer Bahngleisen

Dämpfer bleiben an den Schkeuditzer Bahngleisen

Die Schienenstegdämpfer, die die Deutsche Bahn (DB) vor zwei Jahren auch an zwei Streckenabschnitten in Schkeuditz montieren ließen, werden nicht abgebaut. Das bestätigte jetzt die Bahn auf Anfrage der LVZ.

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Die an den Gleisen zu sehenden Platten sind die sogenannten Schienenstegdämpfer. Sie dienen dem aktiven Lärmschutz.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. Von einer Erprobungsphase dieser Lärmschutz-Variante nämlich war die Rede, als am zentralen Bahn-Halt in Schkeuditz und am Wohngebiet Papitz auf einer Strecke von 1300 Metern die Schienenstegdämpfer montiert wurden.

Die Erprobungsphase ist abgeschlossen, teilte die Bahn mit. "Die in Schkeuditz gemessenen Lärmminderungen betragen 2,5 bis drei Dezibel. Gleiche Ergebnisse erhielten wir auch an anderen Einbauorten", heißt es von der DB-Pressestelle. Das Ergebnis entspreche den Erwartungen. Unterdessen teilt die DB weiter mit, dass "die Schienenstegdämpfer, die verschiedene Hersteller anbieten, im Rahmen einer Langzeitanalyse und zur Feststellung der Systemverträglichkeit an den Gleisen verbleiben". Das betreffe nicht nur die Schkeuditzer Strecken, sondern auch Abschnitte im Elbtal und auf dem Leipziger Güterring. Ein weiterer Einbau ist in Sachsen derzeit jedoch nicht in Planung, informierte die DB.

Im Zeitraum von 2009 bis 2011 wurden in Sachsen über das Konjunkturpaket (KP) II knapp 6,2 Millionen Euro inklusive der Eigenmittel der DB in die Erprobung verschiedener Lärmschutzmaßnahmen investiert. Wie hoch der Eigenanteil der DB bei den Lärmschutz-Investitionen war, teilte die DB nicht mit. Außerhalb des KP II erfolgten keine Investitionen, heißt es weiter.

Die Dämpfung der Schienenschwingungen erfolge bei den auch in Schkeuditz angebrachten Platten unmittelbar an der Schiene und reduziere so den abgestrahlten Luftschall. Aber auch andere Varianten zur Lärmreduzierung wurden von der DB untersucht. So ist etwa auf der Leipziger Waldbahn eine Erprobung mit Beschäumung der Schienenstege umgesetzt worden. Die Auswertung der Ergebnisse fiel derart aus, dass eine Weiterverfolgung zur Serienreife nicht empfohlen werden konnte, hieß es von der DB. Auch eine sogenannte Schotterverschäumung ist zum Beispiel im Stadtgebiet von Köln-Kalk erprobt worden. Deren Test-­Ergebnisse ergaben keine messbare Verbesserung der Luft- und Körperschallemissionen gegenüber dem normalen Schotterbett.

"Es ging bei den Erprobungen in erster Linie um neue innovative Technologien, die die Anzahl der bestehenden technischen Instrumente, die der Lärmminderung künftig zur Verfügung gestellt werden können, ergänzen beziehungsweise erweitern sollen", erklärte die Bahn zum bundesweiten Test. Diese innovativen Techniken und deren kombinierte Anwendungen würden jetzt weiter entwickelt und technologisch kontinuierlich verbessert. Besonderes Augenmerk legt die Bahn dabei momentan auf Lärmminderungs-Maßnahmen auf direkt befahrenen Stahlbrücken. Die sollen als "lärmintensive Einzelpunkte" betrachtet und in die künftigen Planung aufgenommen werden, heißt es.

Ausgehend von 2000 will die Deutsche Bahn bis 2020 den Schienenverkehrslärm halbieren und 2000 Strecken-Kilometer sanieren. Seit 1999 stehen dafür Bundesmittel zur Verfügung, die 2007 um 100 Millionen Euro aufgestockt wurden. Von 2009 bis 2011 hat die Bahn bundesweit 80 Millionen Euro investiert. Aus dem Infrastrukturbeschleunigungsprogramm II des Bundes sollen der DB Netz AG bis Ende 2014 zusätzlich bis zu 40 Millionen Euro für Maßnahmen zum Lärmschutz zugute kommen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.04.2013

Roland Heinrich

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