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Schkeuditz "Das Bessere ist der Feind des Guten"
Region Schkeuditz "Das Bessere ist der Feind des Guten"
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16:51 19.05.2015
Christian Weikert (links) erhält einen Büchergutschein von Dezernent Kai Emanuel. Im Hintergrund freut sich Ausbilder Mike Pohl. Quelle: BSZ

Die wurde aber individuell überreicht. Das erschien uns nicht mehr als angemessen", sagte Schulleiter Dietrich Lehne. Und so wurden die Betriebe, in denen ein Teil der dualen Ausbildung stattfindet, genauso eingeladen, wie das Landratsamt Nordsachsen als BSZ-Schulträger. Und DHL, Ikea, Kühne und Nagel, Lab, Nasa und Media City Atelier schickten Vertreter zur Bestenehrung. Vom Landratsamt war der Dezernent und 2. Beigeordnete Kai Emanuel gekommen, um gemeinsam mit dem Schulleiter Blumensträuße und Büchergutscheine im Wert von jeweils 50 Euro persönlich zu überreichen.

"Das Bessere ist der Feind des Guten", zitierte Schulleiter Lehne zu Beginn seiner Rede Voltaire und dessen Philosophisches Wörterbuch. Während seiner Ansprache bleibt Lehne philosophisch. "Ich bin froh, dass es immer wieder kluge Köpfe gibt, die sich nicht mit dem Erreichten zufrieden geben, sondern die Dinge, die sie umgeben, oder die Umstände, unter denen sie leben, verbessern wollen", gestand der BSZ-Leiter.

Ausreden von Menschen, denen es zu mühsam erscheint, sich zu verändern, gebe es viele. Wenn es aber, in diesem Fall BSZ-Absolventen gebe, die den Antrieb haben, dass eigene Leben und im Besten Fall auch das der Mitmenschen zu verbessern, sei feststellbar, wie Bildung bereichern könne. Die Triebfeder nannte Lehne - ganz philosophisch - die "produktive Faulheit".

Betroffen von dieser "Faulheit" waren gleich mehrere Auszubildende des BSZ, die jetzt zum Teil noch Prüfungen zu absolvieren haben. Beste schulische Leistungen lieferten Peter Hucke (DHL), Patrick Grossmann (Ikea), Christian Weikert (CEVA), Norman Woiton (Kühne und Nagel), Christopher Szymula (Lab), Susan Oeser (DB Regio), Charlene Piontek (Nasa), Sebastian Gabriel (Media City Atelier), Björn Schlichting (Inuma), Victoria Kämpf und Jenny Richter.

"Wir wollen den Elitegedanken wieder etwas befördern", begründete Lehne den nun erstmals festlichen Rahmen der Bestenehrung und verkündet, dass diese Form der Ehrung auch künftig gehandhabt werden soll. Und festlich ging es durchaus zu: Der Verein Villa Musenkuss sorgte für die musikalische Umrahmung der Bestenehrung. Bei einem Glas Sekt fanden im Anschluss Gespräche zwischen Auszubildenden, Ausbildern und Lehrern in ungezwungener Runde statt.

"Diese Würdigung haben die Auszubildenden verdient", unterstrich der Schulleiter. Vor allem, weil in der Gesellschaft oft nur nebenbei bemerkt werde, dass die Kombination aus solider Mittelschul- und der anschließenden Berufsausbildung eine hervorragende Wahl sei. Dass Lehne damit auch bei den Kooperations-Unternehmen auf offenen Ohren gestoßen ist, bewies deren Resonanz. "Es gab viele positive Rückmeldungen und die Betriebe freuen sich", sagte Lehne. Den Absolventen schickte er beste Wünsche für die eigenen Wege hinterher. Roland Heinrich

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.06.2013

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