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Schkeuditz Das Stiefkind des Flughafens
Region Schkeuditz Das Stiefkind des Flughafens
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05:00 13.02.2010
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Schkeuditz

„Wenn ich völlig fremd hier, neu mit einem Reisebüro hätte anfangen müssen, hätte ich das nicht gemacht“, gesteht Kober. Seit Dezember 2008 betreibt der 51-Jährige in der Mall des Schkeuditzer Airports ein Reisbüro. Seit 1992 arbeitet der gelernte Reiseverkehrskaufmann auf dem Flughafen und gesteht: „Ich liebe den Flughafen.“ Doch seit mehreren Jahren drückt ihm der Schuh und er sieht die Mall als vom Airport stiefmütterlich behandelt. „Hier muss etwas geschehen“, fordert er nach durchdachten Konzepten, die es nicht gäbe. Doch wenn in der Neujahrsansprache des Flughafenchefs, Dierk Näther, nur zwei Sätze zu den Passagierzahlen zu hören gewesen seien, „dann weiß man doch, welchen Stellenwert die Mall hat.“ Dabei geht es Kober nicht ums Meckern. „Hier muss man konstruktiv zusammenarbeiten, Ideen entwickeln und diese auch mal ausprobieren“, betont er. Doch gerade die Zusammenarbeit klappt nicht optimal. Dabei hat der Selbstständige einige Ideen, den Flughafen auch für Nicht-Bucher oder für Nicht-Flieger, also für Besucher, die den Flughafen als Ausflugsziel wählen, attraktiver zu machen. Und die scheinen nicht weit hergeholt zu sein: „Ich könnte mir hier – und dafür ist doch die Mall der ideale Laufsteg – eine Modenschau vorstellen“, verweist er auf das vor der Tür befindliche Mitteldeutsche Mode Center. Auch einen Freisitz, bei dem man an wärmeren Tagen das Flughafengeschehen beobachten könnte, würde er sich wünschen. „Auf jeden Fall aber müssen die Museumsflieger wieder zugänglich gemacht werden“, bedauert er deren ungenutztes Potential. Die Mall sei leer und in den letzten Jahren seien immer weniger Leute zu sehen, sagt Kober. Im Fluggastaufkommen verzeichnete der Airport für 2009 einen Rückgang um 1,7 Prozent auf rund 2,4 Millionen Passagiere, bestätigt eine Publikation des Flughafens Kobers Eindruck. Zu den Aktionstagen oder zum Flughafentag seien zwar doch einige Leute da; Kober reichen diese Angebote aber nicht. Er will Angebote für Familien oder Aktionen für Jugendliche: So könnte man Bands engagieren oder Ausstellungen noch verstärkter in ein Konzept mit aufnehmen. „Es gibt viele Möglichkeiten“, sagt er, doch so wie es jetzt sei, könne es nicht weitergehen. Nun hofft er, dass der Flughafen auch zusammen mit den 30 Reisebüros - mit denen er auf Plakaten wirbt – an einer Attraktivitätssteigerung arbeitet.

Roland Heinrich

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