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„Das ist Quatsch“

„Das ist Quatsch“

Ob Elektroniker in Ausbildung, Biochemie-Student oder Mechatroniker: Die Berufsfelder der 23- bis 25-jährigen Leipziger und Schkeuditzer gehen in unterschiedliche Richtungen.

Schkeuditz. Der Weg auf die Bühne indes verbindet die Musiker, die sich The Scuttles nennen und die wohl jüngste Dire-Straits-Coverband Deutschlands bilden. In zwei Wochen treten sie in ihrer Heimatstadt Schkeuditz auf.

„In der jetzigen Zusammensetzung gibt es uns seit 2006“, beginnt Daniel Hütel zu erzählen. Noch in Arbeitsmontur hat er auf der Couch im Probenraum in einem alten Fabrikgebäude in Schkeuditz Platz genommen. Seit Gründung der Band 2004 ist der Elektroniker in Ausbildung Lead-Sänger der Scuttles. Mehr noch: Der heute 24-Jährige hat „The Scuttles“ gemeinsam mit dem Bassisten Felix Radtke und dem Drummer Oliver Böhm gegründet. „‚Scuttle‘ war mein Spitzname“, klärt Hütel über den Bandnamen auf. Später stellte sich heraus, dass die Übersetzung (to scuttle: ruinieren) mit den Dire Straits (ernste Notlage) in Verbindung gebracht werden kann.

Die Vorliebe zu der Musik der DireStraits und Mark Knopflers stammt wohl von den Eltern, erklärt Hütel. Auch einem Unbewanderten dürften Rockklassiker wie „Money for Nothing“ oder „Brothers in Arms“ bekannt sein. „Die gehören bei uns zum festen Repertoire und werden vom Publikum immer wieder verlangt“, sagt der Sänger. Doch die Band sei immer bestrebt, neue Songs in das Programm aufzunehmen. Auch unbekanntere Texte sind dabei, ergänzt der Pianist und Backround-Sänger Thomas Müller.

Über vier Stunden sind die Jungs inzwischen in der Lage, Rocksongs vor Publikum zu spielen. „Wir wollen das so perfekt wie möglich hinbekommen, ohne die eigene Note zu vernachlässigen“, unterstreicht Hütel. Es gebe durchaus „verrückte“ Cover-Bands, die sich bis hin zu den Verbindungskabeln identisch der Original-Band ausrüsten. „Das machen wir nicht. Das ist Quatsch“, winkt der 24-Jährige ab.

„Dennoch investieren wir. Alles, was mit den Gigs eingespielt wird, stecken wir in die Ausrüstung“, sagt Oliver Löffler, der als Manager der Band fungiert und inzwischen auch schon mit auf der Bühne stand. „Er hat Saxophon-Unterricht und musste neulich mit hoch“, ergänzt Hütel schmunzelnd. Erst kürzlich haben sich die Scuttles ein Mischpult geleistet. Ohne dieses hätten sie Anfang März in Braunsbedra nicht spielen können. „Die hatten nur eins mit vier Eingängen. Wir brauchten aber 16“, erklärt Franz Radon, der neue Techniker der Band. Was jetzt noch fehlt, sei ein Bus.

Da die Bandauftritte inzwischen auch außerhalb Sachsens stattfinden, wird ein Transporter immer dringender. Heute etwa geht es für die Musiker nach Überlingen am Bodensee. „Wir mussten uns einen Bus mieten. Schon dafür geht fast die gesamte Gage drauf“, gesteht Löffler. „Der Transporter müsste aber so groß sein, dass nicht nur die Instrumente, sondern auch noch sieben Leute mitfahren können“, gibt Müller zu Bedenken. Momentan mache man ja Kolonnenfahrten. Für das am 16. April im Kulturhaus Sonne stattfindende Konzert zusammen mit den „Kassenpatienten“ ist eine solche Fahrt nicht nötig.

Auf dem schnell noch abgewischten Couchtisch stehen die Kaffee-Becher der Musiker um den Aschenbecher herum. Das Bier ist alle. Ein im Proberaum kurz geltendes „Frauenverbot“ ließ sich nicht durchsetzen. „Sie sind zumindest bei den Konzerten oft mit dabei“, sagt Hütel.

Roland Heinrich

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