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"Das sind wir den Schkeuditzern schuldig"

"Das sind wir den Schkeuditzern schuldig"

Schokohaus, Bratwurst-Bude, Glühwein-Stand, Gourmet-Scheune, Karussell und die Show-Bühne - alles schon längst wieder abgebaut. Vom 13. bis zum 19. Dezember hatte der 5. Schkeuditzer Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus-Carré große und kleine Besucher angelockt.

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Die Weihnachtsmarkt-Macher: Norbert Zschörnig (links) und Rocco Franzelius.

Quelle: Olaf Barth

Schkeuditz. Nun überlegen die Veranstalter, wie es im nächsten Jahr weitergehen soll.

Die Veranstalter, das sind der Schausteller Rocco Franzelius (37) und Diskotheker Norbert Zschörnig (48). Franzelius hat die organisatorischen Fäden in der Hand, für die Unterhaltung auf der Bühne, das Programm mit Kindereinrichtungen, Schülerbands und Rock-Interpreten ist Zschörnig zuständig. Und für die Rolle des Weihnachtsmannes, die der Profi-Unterhalter jedes Jahr mit viel Charme und Humor ausfüllt. Ob beide als Team nächstes Jahr wieder die "Macher" sind, scheint offen. "Es wird auf jeden Fall wieder einen Weihnachtsmarkt geben, in welcher Zusammensetzung, da lege ich mich noch nicht fest", sagte Franzelius. Auch wenn dieses Jahr kein "Superjahr" gewesen sei, so wäre es doch "okay", ohne rote Zahlen gewesen.

"Wenn Rocco mich fragt, bin ich wieder dabei", erklärt auch der "Weihnachtsmann" auf Nachfrage. Doch er lässt durchblicken, dass die finanzielle Ausstattung gerade für das Bühnenprogramm, ein zähes Geschäft ist. "Wir danken jedem der Händler, die das Programm mit sponsern. Doch würden die Künstler nicht für kleines Geld auftreten, wäre das nicht zu stemmen", so Zschörnig. Und: "Es wäre sehr hilfreich, würden die ganzen Unwägbarkeiten und finanziellen Lasten von der Stadt mit abgefedert werden, es geht ja nicht um Unsummen."

In den fünf Jahren sei man auf 29 Tage Programm mit rund 190 Stunden gekommen. An Gagen seien insgesamt rund 8000 Euro zu zahlen gewesen. "Das ist der Aufwand von vielleicht einem Tag Stadtfest. Die Mischung zwischen Weihnachten und rockiger Live-Musik ist doch das Besondere am Schkeuditzer Weihnachtsmarkt", argumentiert Zschörnig.)

Finanzielle Unterstützung seitens der Stadt ist indes nicht vorgesehen. Das hatte Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) ganz klar auf LVZ-Anfrage erklärt. Stadtverwaltung, Stadträte und andere stellten sich aber als Zugpferde, sprich Ausschenker am Glühweinstand zur Verfügung. Um so Bürgernähe zu pflegen und die Einnahmen in die Höhe zu treiben.

Die Schkeuditzer jedenfalls mögen ihren kleinen Markt. Schon bei der Eröffnung hatte zum Beispiel Christin Jung (33) gesagt: "Er ist niedlich und familiär. Schön, dass es so etwas gibt." Ihre Begleiterin Sindy Demnitz (34) ergänzte: "Der Markt belebt ja ein Stück weit auch die Innenstadt. Wir würden ihn vermissen, wenn es ihn nicht mehr gebe." Der 70-jährige Rolf Rüdiger meinte: "Der Markt ist zwar etwas klein, aber wenn gar nichts da wäre, würden die Schkeuditzer auch meckern." Für die Meckerer hat Franzelius übrigens wenig Verständnis: "Die Leute wissen doch gar nicht, was alles dran hängt, um so einen Markt auf die Beine zu stellen. Das fängt bei der Terminabstimmung mit anderen Märkten an, geht über die Standgebühr bis hin zu den vorgeschriebenen Zufahrten für die Feuerwehren, falls im Altenpflegeheim mal was passiert. Wir können uns hier gar nicht mehr ausbreiten."

Organisator Franzelius will sich jedenfalls nicht entmutigen lassen und spricht auch für seine Partner. Es soll weiter gehen. "Das sind wir den Schkeuditzern und den engagierten Akteuren auf der Bühne schuldig. Wenn wir es nicht machen, wer dann?", fragt er und kennt die Antwort selbst.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.12.2013
Olaf Barth

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