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Schkeuditz Delitzscher leitet jetzt Berufsschule in Schkeuditz
Region Schkeuditz Delitzscher leitet jetzt Berufsschule in Schkeuditz
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14:03 19.05.2015

"Seit November ist Herr Lehne nicht da", informierte Heike Wischnewski auf Anfrage der LVZ. Sie ist Fachleiterin für Logistik im BSZ und nun Ansprechpartner im Schkeuditzer Haus. Doch Aufgaben einer Schulleitung darf sie nicht übernehmen. "Dafür kommt jetzt der Leiter des BSZ Delitzsch, Herr Fröhlich, zu uns", sagte Wischnewski.

Wolfgang Fröhlich fahre zwei Mal in der Woche von Delitzsch aus in die Schkeuditzer Einrichtung "und zusätzlich nach Bedarf. Wir haben die Aufgaben aber im Haus auch gut auf mehrere Schultern verteilt", sagte er. Dennoch blieben Aufgaben, die eben nur ein Schulleiter machen kann und darf. "Er ist verantwortlich für die Kooperation mit den Arbeitgebern, muss Gespräche mit den Partnern der Berufsschule führen und ist alleinig befugt, Erziehungsmaßnahmen bei den Berufsschülern anzuordnen", klärte Fröhlich auf. Ob es für den sicher nicht unerheblichen, zusätzlichen Aufwand auch eine entsprechende Honorierung gibt: "Nein, das nicht. Es ist aber auch durchaus zu händeln - und, egal was ist, ich bin immer Fröhlich", nimmt es der Delitzscher BSZ-Chef mit Humor.

Nicht ganz so fröhlich ist man beim Schulverwalter, bei der Sächsischen Bildungsagentur Leipzig (SBAL). Allerdings: "Dramatisch ist die Situation in Schkeuditz aber auch nicht", sagte SBAL-Sprecher Roman Schulz. Wie in Unternehmen auch müsse bei Erkrankung nun jemand in Schkeuditz einspringen. Das sei normal. Die Position des stellvertretenden Leiters sei Ende des Jahres ausgeschrieben worden und von den drei Fachleiterposten seien zwei besetzt. Mit diesen Angaben befindet sich die SBAL aber scheinbar auf einem nicht mehr aktuellen Stand.

"Nein, außer mir gibt es hier keinen weiteren Fachleiter und soweit ich weiß, ist jetzt auch keiner dazugekommen", bestätigte Wischnewski gestern auf Nachfrage der LVZ. Auf der Internetseite der Berufsschule ist Lehne nach wie vor auf vier Positionen geführt, auf dreien als amtierende Kraft. Schon der 47-jährige BSZ-Leiter springt also, wie laut Schulz auch in anderen Unternehmen üblich, für drei fehlende Kräfte ein.

Dass die momentane Lösung der BSZ-Leitung in Schkeuditz keine langfristige sein soll, betonte der SBAL-Sprecher. "Die freien Stellen sind sachsenweit ausgeschrieben. Die Bewerbungsphase und der Entscheidungsprozess dauern aber mehrere Monate", sagte Schulz. Kurzfristig also wird sich in Schkeuditz und auch an Fröhlichs zusätzlichem Aufwand nichts ändern. Ob die Ausschreibung etwa der Stellvertreter-Stelle auch in deren Besetzung mündet, hatte Lehne schon im Oktober in Frage gestellt. Immerhin seien die freien Stellen schon mehrfach ausgeschrieben gewesen - ohne Erfolg. Ob bei erneutem Misserfolg bei der Ausschreibung die SBAL, ähnlich der Häuser in Torgau und Oschatz, langfristig an eine Zusammenlegung mit einem anderen BSZ denkt, verneinte der Sprecher. "Das ist gar nicht so einfach", sagte Schulz kurz.

Die insgesamt etwa 1300 Schüler in Schkeuditz indes würden von der Leitungs-Misere nichts mitbekommen. "Der Unterricht läuft normal und es gibt auch keinen Ausfall", sagte Wischnewski. Auch der Tag der offenen Tür, zu dem das BSZ am 4. Februar einlädt, laufe wie vorgesehen. "Dafür ist alles organisiert", betonte die Fachleiterin. Zwischen 13 und 17 Uhr werden die Gäste erwartet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.01.2015
Roland Heinrich

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