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Denkmalgeschützte Stallungen am "Blauen Engel" sind gefallen

Denkmalgeschützte Stallungen am "Blauen Engel" sind gefallen

Eines der ältesten Häuser der Flughafenstadt, das ehemalige Fuhrmannsgasthaus "Zum Blauen Engel" am Schkeuditzer Markt, steht seit jüngster Zeit allein auf seinem Grundstück.

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Wohl auch, um einem künftigen Sanierer des "Blauen Engels" die Entscheidung zu versüßen, hat die SWVG drei Stallungen auf ihre Kosten abgerissen.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. Alle drei Nebengebäude nämlich sind jetzt abgerissen worden. Abgerissen hat die Schkeuditzer Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft mbH (SWVG), bestätigte deren Geschäftsführer Gerald Fritzsche. "Verkehrssicherungspflichten zwangen uns zu diesen Schritten. Das Areal ist noch im Eigentum der SWVG", erklärte Fritzsche, weshalb das städtische Tochterunternehmen abreißen ließ. Der Abriss der Stallungen, um die es sich bei den Gebäuden handelte, war Mitte Juni beendet worden.

Seit gut einem Jahr steht um das Gebäude, über dessen Renaissanceportal die Jahreszahl 1660 prangt, ein Bauzaun, welcher Passanten auf die Baufälligkeit des Hauses aufmerksam macht. Laut dem Handbuch der Deutschen Kunstdenkmale ist das Innenleben des Hauses gar noch vor 1660 zu datieren. Damit ist das ehemalige kurfürstlich-sächsische Amtsmühlhaus, das heutige Stadtmuseum, mit der Datierung 1662 noch jüngeren Datums. Kein Wunder also, weshalb direkt neben dem Portal "Zum Blauen Engel" ein Zeichen des Denkmalschutzes angebracht ist. Das Gebäude ist "von ortsgeschichtlicher Bedeutung", heißt es in der Liste der sächsischen Kulturdenkmäler des Landesamtes für Denkmalpflege. Allerdings sind hier auch die Stallgebäude in Fachwerk- und Lehmziegel-Ausführung aufgeführt, die jetzt nicht mehr stehen. "Dass wir die abreißen konnten, ist ein Entgegenkommen des Denkmalamtes und liegt uns schon seit geraumer Zeit vor", informierte Angelika Liebig von der SWVG gestern.

Und der Abriss der Stallungen wiederum ist wohl ein Entgegenkommen der städtischen Gesellschaft gegenüber eines noch unbekannten Investors. Die Kosten dafür nämlich hatte jetzt die SWVG und nicht der mögliche neue Eigentümer übernommen. Immerhin kommen auf diesen dann Sanierungskosten in beachtlicher Höhe zu. Zum Vergleich: Die Sanierung des Stadtmuseums hat etwa eine Dreiviertelmillion Euro gekostet, wie Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) bei dessen Eröffnung 2012 mitteilte.

Das Wörtchen "noch" bei der Eigentümerfrage, welches Fritzsche verwendete, bedeutet nichts anderes, als dass jener Sanierer womöglich tatsächlich existiert. "Es gibt mehrere Interessenten. Mit einem aber sind die Verhandlungen schon sehr konkret", sagte der SWVG-Geschäftsführer. Einen Zeitplan für einen eventuellen Verkauf und für die mögliche Sanierung gibt es indes noch nicht. Dazu müsse noch mit dem Interessenten verhandelt werden. Ob es sich bei jenem konkreten Verhandlungspartner um eine Privatperson oder um eine Institution oder Firma handele, wollte Fritzsche mit Blick auf die laufenden Verhandlungen unbeantwortet lassen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.07.2014
Roland Heinrich

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