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Deponie-Öffnung ist nicht geplant

Sanierungsvorhaben Deponie-Öffnung ist nicht geplant

Stadt und Ortschaftsrat haben sich gegen die Sanierungspläne der Weise GmbH aus Brake ausgesprochen. Jetzt erklärt der Eigentümer, was konkret geplant ist.

Das Gelände der Deponie heute. Bis 1989 wurde hier teils illegal entsorgt.

Quelle: Roland Heinrich

Dölzig. Bei der geplanten Sanierung der ehemaligen Dölziger Deponie handele es sich auf keinen Fall um eine Öffnung oder Wiedereröffnung. Das betonte der 38-jährige Wilko Weise von der Weise GmbH aus Brake bei Bremen gegenüber der LVZ. „Eine Öffnung sei auch gar nicht zulässig“, unterstrich er und bezog sich auf kursierende Meinungen zu den Sanierungsplänen.

Wie berichtet, plant benannte Firma mit dem Geschäftsführer Sebastian Weise, die im Mai 1989 geschlossene Deponie zu sanieren. „Wir haben das Areal vor einem oder anderthalb Jahren erworben. An einigen Stellen ist der Müll, der hier liegt sogar zu sehen“, sagte der Bauingenieur und Bruder des Geschäftsführers, Wilko Weise. Laut eines Gutachtens befinden sich vor Ort etwa eine Million Kubikmeter Müll in der Erde. Es würden Haus- aber auch Gewerbemüll vermutet, erzählt Weise. Er ist mit dem Projekt der Sanierung betraut. Eine Verpflichtung, diese durchzuführen, bestehe in der Tat nicht.

„Das Sanierungsvorhaben betrifft nicht das gesamte Gelände. Von den insgesamt etwa 15 Hektar Fläche fassen wir nur vier Hektar an. Das Wäldchen zum Beispiel soll und muss sogar stehenbleiben“, sagte Weise. Büsche, die auf dem Gelände gewachsen sind kommen hingegen weg. Auch das Material, das auf das Deponie-Gelände aufgebracht werden soll sei weder reiner Bauschutt noch purer Klärschlamm. Diese Materialien wurden im Zusammenhang mit der Sanierung genannt.

In fünf Teilbereichen soll die Sanierung der Deponie erfolgen, erklärte Weise am Dienstag. „So erklärt sich auch der lange Zeitraum, der dafür notwendig ist“, sagte der 38-Jährige. Jene Bereiche sollen nacheinander geöffnet und mit zwei Schichten verfüllt werden. „Maximal sind zwei Teilflächen gleichzeitig geöffnet“, erklärte er. Der Eindruck einer Großbaustelle werde nicht entstehen. Verfüllt würden die Teilflächen zunächst mit einer Schotterschicht. Das habe das Landratsamt so verlangt. „Wir haben vorgeschlagen, für diese Schotterschicht recycelten Schotter zu verwenden“, erklärte Weise, weshalb Bauschutt ins Gespräch gekommen sei. Eine zweite Schicht, die auf den Schotter aufgetragen werden soll, enthalte auch Klärschlamm, bestätigte der Bauingenieur. Diese Schicht, die sich Rekultivierungssubstrat nennt, dürfe laut Vorgaben des Landratsamtes bis zu 25 Prozent Klärschlamm enthalten. „Wir nehmen weniger“, betonte Weise. Das Substrat werde mit Dünger beziehungsweise Gülle angereichert. „Diese Bestandteile werden als Klärschlamm bezeichnet“, sagte Weise.

Der für die Sanierung notwendige Lkw-Verkehr wird nicht durch den Ort Dölzig führen, sagte Weise. „Wir gehen von täglich zwei bis drei Lkw aus, die von der Bundesstraße kommen. Bei dem vorhanden Verkehr fallen die wohl nicht auf“, meinte der Projektleiter.

Die Ablehnung des Sanierungsvorhabens sowohl vom Ortschaftsrat, als auch von der Stadt sieht Weise in mangelnder Kommunikation begründet. Auch seien die Planungen noch gar nicht beendet. So sei eine Naturschutzfachplanung noch in der Auftragsvergabe. Nun sei Weise bemüht, mit allen Beteiligten ins Gespräch zu kommen.

Uneigennützig soll die Sanierung indes nicht durchgeführt werden, gibt der Bauingenieur zu. „Wir sehen die Sanierung als Aufwertung unserer Flächen und wollen sie nach kompletter Fertigstellung als Naturschutzflächen betreiben“, sagte er. Konkrete sei zwar noch nichts, Möglichkeiten der Nutzung gebe es aber mehrere.

Von Roland Heinrich

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