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Schkeuditz Abriss in Kursdorf geht weiter – 27 Häuser fallen
Region Schkeuditz Abriss in Kursdorf geht weiter – 27 Häuser fallen
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09:31 06.02.2017
Die Firma Schornstein- und Industrieabbruch R. Voigt reißt in Kursdorf Häuser ab. Neue Parkflächen sollen aber nicht entstehen. Quelle: Foto: Roland Heinrich
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Kursdorf

Es ist ziemlich genau sechs Jahre her, als die Leipziger Firma Schornstein- und Industrieabbruch R. Voigt im Januar 2011 insgesamt 44 leerstehende Häuser in Kursdorf abriss, recycelte und einen Teil der Gebäude für den im Ort geplanten Parkplatz wiederverwendete. Jetzt ist dieselbe Firma im Auftrag des Flughafens wieder in dem Ort, der sich zwischen südlicher Start- und Landebahn und Bahngleis, Autobahn und der Start- und Landebahn im Norden befindet. Einwohner gibt es dort fast keine mehr.

„Wir kommen unserer Verkehrssicherungspflicht nach und lassen jetzt insgesamt 27 Häuser abreißen“, sagte Flughafensprecherin Evelyn Schuster. Bis Mitte April sollen der Abriss der Gebäude und der Abtransport des Bauschutts erledigt sein. Weitere Parkflächen seien im Ort jetzt nicht geplant. Einige Gebäude – wie natürlich das eine noch bewohnte Haus – sollen außerdem stehen bleiben.

Kirche und Schule bleiben stehen

So werden die denkmalgeschützte Kirche sowie das ebenfalls unter Denkmalschutz stehende ehemalige Schulgebäude nicht angefasst. „Auch gewerblich noch genutzte Gebäude bleiben stehen“, hieß es vom Airport. Das Feuerwehr-Gerätehaus in Kursdorf, das von den einstigen Kameraden bereits geräumt wurde und leer sowie von den Medien getrennt ist, ist zwar noch im Besitz der Stadt Schkeuditz, wird aber jetzt auch mit abgerissen.

Wie Helge Fischer von der Stadtverwaltung am Donnerstag mitteilte, habe man aus Kostengründen den Flughafen darum gebeten. Das dann freie Grundstück verbliebe aber im Besitz der Stadt. Das vom Landkreis Nordsachsen erworbene ehemalige Friendly-Hotel bleibt wie die Medizinische Station des Flughafens ebenfalls stehen. Was im Abrissplan mit auftaucht, ist die ehemalige Gärtnerei Knauf. „Wir haben noch eine Gnadenfist bekommen, um noch Notwendiges ab- und auszubauen“, sagte Thomas Knauf. Eigentlich hätten die Knaufs, die ihre Gärtnerei jetzt in Schkeuditz weiterführen, zum 1. Januar in Kursdorf ausgezogen sein müssen. Nun ist noch eine gute Woche Zeit.

Eine multimediale Reportage zum „Flughafendorf“ Kursdorf finden Sie hier.

Von rohe

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