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Der Südumfahrung ein Stück näher: Fördergeld ist da

Der Südumfahrung ein Stück näher: Fördergeld ist da

Gestern hat der sächsische Staatsminister Sven Morlok (FDP) zwei Fördermittelbescheide in Höhe von insgesamt rund drei Millionen Euro für das Vorhaben "Südumfahrung Schladitzer See" an den Oberbürgermeister der Stadt Schkeuditz, Jörg Enke (Freie Wähler), übergeben.

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Staatsminister Sven Morlok zeigt, wo jetzt die einstige Orts-Verbindung am Schladitzer See endet. Gestern übergab er Förderbescheide, die den Bau einer neuen Straße ermöglichen, an den Bauherrn Schkeuditz.

Quelle: Michael Strohmeyer

Radefeld. Rund 2,5 Millionen Euro kommen entsprechend einer Richtlinie zum kommunalen Straßen- und Brückenbau und etwa eine halbe Million Euro wird im Zusammenhang mit der Braunkohlesanierung vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) gezahlt. Als Übergabeort wurde das Gewerbegebiet Tannewald in Radefeld gewählt: Hier wird und kann mit den jetzt erhaltenen Zuwendungen der Bau der neuen Straße starten.

"Wir haben lange auf die Bescheide gewartet, aber auch bei uns hat die Erarbeitung des Förderantrages einige Zeit gebraucht. Jetzt kann das Projekt beginnen", sagte Enke noch vor der Übergabe der Fördermittelbescheide erfreut. Die etwa vier Kilometer lange neue Straße sei nicht ausschließlich eine Verbindungsstraße. Vielmehr erschließe sie die touristischen Erholungsgebiete am Schladitzer See. "Gerade am Pfingstwochenende konnte man sehen, wie frequentiert das Gebiet ist", meinte Enke und wies in dem Zusammenhang auf die angespannte Parkplatzsituation hin. Die Straße biete nun Möglichkeiten in vielerlei Hinsicht. Sich den Hut des Bauherren aufzusetzen, darum habe man nicht gebeten: "Wir haben aber auch nicht nein gesagt", erwähnte das Schkeuditzer Stadtoberhaupt.

Die Straße nämlich ist ein Gemeinschaftsprojekt des Landkreises Nordsachsen mit den Gemeinden Rackwitz und Schkeuditz. Wohl auch, weil das Gros der neuen Trasse auf Schkeuditzer Gemarkung liegt, und, weil "drei Bauherren den Brei verderben", wie Enke erwähnte, gibt es mit Schkeuditz für alle Beteiligten einen Ansprechpartner.

"Das Leipziger Neuseenland ist bereits Magnet für Erholungssuchende von nah und fern", bestätigte auch der Minister. "Die weitere Entwicklung dieser touristischen Destinationen birgt große wirtschaftliche Potenziale. Aber auch für Industrie und Gewerbe in der Region bringt der Bau der Südumfahrung infrastrukturelle Vorteile", meinte Morlok während der Übergabe der Bescheide. Nordsachsens Landrat Michael Czupalla bestätigte das und hob die Wichtigkeit hervor, in der Region eine "gesunde Mischung" aus Wirtschaft und Freizeitangeboten zu haben.

Durch die Tagebautätigkeit - zwischen 1986 und 1991 wurde im ehemaligen Tagebau Breitenfeld Kohle gefördert - wurde auch die Verbindung zwischen den Siedlungsgebieten Hayna und Rackwitz unterbrochen. Das Bauvorhaben wird die Lücke im kommunalen Straßennetz wieder schließen, heißt es aus dem SMWA. Die Trasse verläuft südlich des Sees und endet an der Kreisstraße 7429 mit einem Kreisverkehr.

Der Schkeuditzer Bürgermeister Lothar Dornbusch (Freie Wähler) hofft, im günstigsten Fall im September den ersten Spatenstich vollziehen zu können. Ausschreibungen sowie die Erkundungen der Archäologen stünden jetzt an. Die Gesamtkosten der Maßnahme schätzt Dornbusch mit etwa vier Millionen Euro ein. Das SMWA fördert die Maßnahme mit insgesamt 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Das heißt, dass etwa 600 000 Euro durch die drei beteiligten Projektpartner selbst zu erbringen sind. Anteilig ist Schkeuditz mit 280 000 Euro dabei, die bis Ende 2015 im Haushalt eingeplant werden. Bis dahin erhofft der Schkeuditzer Bürgermeister die Fertigstellung der Straße.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.06.2014
Roland Heinrich

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