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Schkeuditz Der schnellste Elektriker siegt
Region Schkeuditz Der schnellste Elektriker siegt
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17:34 17.05.2010
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Glesien

Vor allem der vierte Glesiener Ortsteilvergleich zauberte am Sonnabendnachmittag den Dorfbewohnern ein Lächeln ins regengeplagte Gesicht.

„Wir dachten das war es mit Kälte“, sagte Ute Mähnert, ihres Zeichens Mitorganisatorin des Glesiener Spektakels. Auch den Regen hatte sie, wie die anderen acht Organisatoren auch, schon ad acta gelegt. Das sah Petrus allerdings anders und schickte beim publikumswirksamen und spaßigen Wettstreit, in dem die Glesiener Ortsteile Ennewitz, Nockwitz, Schweiditz, Glesien und Neu-Gleien (ehemals Musterhausausstellung) gegeneinander antraten Tropfen um Tropfen gen Festplatz. So das der Wettkampf kurzerhand vom regenerweichten Rasen auf den trockenen Gitterbeton im Festzelt verlegt werden musste. Trocken bleiben sollte es dennoch nicht, denn zwei der vier Disziplinen drehten sich um das Element Wasser.

Verantwortlich für die etwas anderen Spielchen ist seit vier Jahren Torsten Wagner. Alles was der Ennewitzer zum Ideengebären braucht, ist ein unruhiger Schlaf – das sollte im Dorf direkt an der Landebahn des Flughafens Leipzig/Halle das kleinste Problem sein. Eine Woche vor dem Wettstreit hatte Wagner solch einen lichten Moment. Dieser nahm in vier Disziplinen konkrete Gestalt an. Zum einen in den Wasserdisziplinen Schwämme auspressen und Zielspritzen, zum anderen in Synchron-Skifahren und Luftballon-Schubkarre-Schieben.

In jedem der fünf Ortsteile wurde von Wagner eine Person auserkoren, ein vierköpfiges Team zusammenzustellen. Unter ihnen auch der „schnellste Elektriker des Dorfes“: Jörg Gaschütz. Der Ennewitzer war mit allen Wassern gewaschen, peitschte sein Team, besetzt mit seiner zwangsverpflichteten Tochter Christin, dem gesetzten Frank Werner und dem selbstverpflichteten André Köhler, zu Höchstleistungen. So wurde mit allen Mitteln versucht, die Jury bestehend aus Wagner, Manfred Putzke und Rayk Bergner auszutricksen. Etwa indem die Schubkarre mit den Ballons auch mal getragen oder die der anderen mal kurz festgehalten wurde – allerdings waren die Ennewitzer nicht die einzigsten die das probierten. Dank ihres Geschickes wurden sie im vierten Anlauf beim Ortsteilwettkampf mit dem Sieg belohnt. „Wir sind Handwerker, deswegen ist uns immer das passende eingefallen“, begründete Gaschütz den Sieg.

Geboren wurde das spaßige Messen aus der Idee, einmal jährlich, zum Dorffest, an die ehemaligen Ortsteile zu erinnern. „Die Leute sollen an einem zentralen Ort zusammenkommen, was gemeinsam unternehmen und feiern“, fügte Putzke an.

Alexander Bley

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