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Schkeuditz Dessous-Trends: „Verrückt ist gut, noch verrückter ist besser“
Region Schkeuditz Dessous-Trends: „Verrückt ist gut, noch verrückter ist besser“
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05:00 25.07.2011
Echte Hingucker: In den Corsageroben von Heidi Klums Fernseh-Show zeigen die Models die Trends bei der Kleidung unter der Kleidung. Quelle: Alexander Bley
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Schkeuditz

„Verrückt ist gut, noch verrückter ist besser“, sagt die Dim-Branded-Apparel-Verkaufstrategin und leitet aus den Prêt-à-porter-Trends der Oberbekleidung die Maßgabe fürs Untendrunter ab. Genau diese wurde am Wochenende auf dem Schkeuditzer Roßberg vorgestellt. Dessous-Paradies heißt die Fachmesse im Mitteldeutschen Mode Center (MMC) treffenderweise.

„Meistens ist die Hochzeit das Aha-Erlebnis“, weiß die Elbeo-Vertreterin Walther zu berichten. Bis dato sollen das Gros der Frauen halterlose Strümpfe scheuen, wie der Teufel das Weihwasser. Nun kehrt sich dieser Trend langsam um. „Junge Frauen tragen diese immer öfter“, sagt Walther. Auch wenn in der Oberbekleidung die Farbrevolution ausgerufen wird, rät sie den Damen bei der Farbwahl zur Contenance. „Braun-, Schlamm-, Khaki- oder Sandfarbene unterstreichen die bunte, fließende Kleidung“, betont die Frau vom Fach. Egal ob Strümpfe, Strumpfhosen oder Leggins – wichtig ist, dass diese gemustert daher kommen.

Auch das Ringelsöckchen gibt im Sommer sein Comeback. Und zwar bei den Herren von Welt. „Weiß geht gar nicht“, sagt die Strumpf-Fachfrau, die die Intension von Louis Bahner vertritt, der im sächsischen Oberlungwitz den ersten maschinell gefertigten Strumpf produzierte. Was Bahner 1781 über die Farbwahl wohl dachte?

Hauptsache flippig ist das Credo, das Elbeo beim Herrenstrumpf vertritt. „Es gibt nichts Langweiligeres als schwarze Socken“, betont Walther. Das gilt vor allem für die Freizeit, denn bei der Arbeit gibt es ein eisernes Gesetz, das vor allem die Italiener hegen und tragen: den Kniestrumpf. „Diese müssen immer zur Hosen- und zur Gürtelfarbe passen. Darauf legen die Italiener besonders viel Wert“, erklärt sie. Wahrscheinlich kommt man im erzkatholischen Stiefelland ohne diesen Glauben nicht in den Himmel.

Die Models auf dem Schkeuditzer MMC-Laufsteg dagegen schon. Zwölf weibliche und zwei männliche haben dem Fachhandel-Publikum zweimal täglich gezeigt, wie die Kleidung unter der Kleidung auszusehen hat. Für die Vorbereitung der Modenschau hat Gesine Effenberger eineinhalb Monate gebraucht. Vor allem für das Fertigen der Accessoires. „Die letzten zwei Wochen waren Stress pur“, sagt die zierliche Erfurterin.

Allerdings hat sich diese Arbeit gelohnt, denn die Ausstaffierungen unterstrichen die traumhafte Wäsche. Neben Pfauen- und Entenfedern verbaute die Agenturchefin unter anderem Rosenblüten und Palmenwedel.

Der Höhepunkt war aber der Auftritt von drei Models, die in weiten Corsageroben federbesetzt über den Laufsteg schritten. Einst wurden diese bei der Klum-Show Germanys next Topmodel getragen. In der Finalstaffel vor drei Jahren waren diese Roben der Hingucker schlechthin. „Viel arbeiten lohnt sich“, begründet Effenberger, wie sie an die drei Sündenkostüme herankam. Behalten darf sie diese allerdings nicht. „Die sind nur geliehen und müssen dann wieder zurück“, sagt die Erfurterin, die aufs Engste mit Unterwäschekreateuren zusammenarbeitet. Schade eigentlich.

Alexander Bley

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