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Deutsche Flugsicherung soll Vorschläge prüfen

Deutsche Flugsicherung soll Vorschläge prüfen

Wie der Vorsitzende der Fluglärmkommission (FLK), Manfred Heumos, am Dienstag bestätigte, ist bei ihm ein Antrag der Stadt Halle eingegangen. Während der am 7. November stattfindenden FLK-Sitzung soll der an die Deutsche Flugsicherung übergeben werden (die LVZ berichtete).

Schkeuditz /Halle. Gestern hat sich die Stadt Halle näher zu ihrem Antrag geäußert.

„Der Antrag wurde dem Vorsitzenden der Fluglärmkommission und dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr am Montag zugesandt", informierte die Amtsleiterin des halleschen Umweltamtes, Kerstin Ruhl-Herpertz. Es handele sich um einen Antrag, der die Bitte an die DFS ausspricht, drei Vorschläge zu Flugrouten zu prüfen. „Damit soll erreicht werden, die im besonderen Maße betroffenen Bürger im halleschen Osten zu entlasten", sagte Ruhl-Herpertz. Derzeit führe eine der frequentiertesten nächtlichen Hauptrouten von der Südbahn des Schkeuditzer Airports kommend über die Stadtteile Büschdorf und Reideburg.

„Es werden zwei Vorschläge gemacht, die schneller auf bereits vorhandene weiter östlich liegende Routen der nachts kaum genutzten Nordbahn verschwenken", erklärte die Amtsleiterin aus Halle. Der Abstand der Flugzeuge zum halleschen Osten würde dadurch vergrößert werden. Ein weiterer Vorschlag beziehe sich auf die Prüfung einer West-Umfliegung von Halle. „Der Vorteil bestünde hier darin, dass die Frachtmaschinen durch einen längeren Geradeausflug an Höhe gewinnen können, bevor sie westlich von Halle nach Norden abkurven", führte Ruhl-Herpertz aus. Die Vorschläge wurden so gewählt, dass möglichst keine Siedlungskerngebiete - auch die des Halle umschließenden Saalekreises - höhere Belastungen erfahren. Um dies zu objektivieren, sollen alle Vorschläge zunächst durch entsprechende konkrete Berechnungen auf Auswirkungen zu den Lärm-Betroffenheiten in qualitativer und quantitativer Hinsicht geprüft werden, um eine sachgerechte Abwägung zu treffen, erläuterte die Umweltamts-Chefin.

Die Stadt Halle ist zuversichtlich, dass der Antrag zur Prüfung angenommen wird. „Dann sind die Prüfergebnisse abzuwarten. Das wird nach Hinweisen der DFS voraussichtlich etwas dauern, da derzeit noch die Prüfungen zu den CDA-Verfahren andauern", informierte Ruhl-Herpertz. Um sachgerechte Entscheidungen zu treffen, müssen aber zunächst die Ergebnisse zu dem halleschen Antrag abgewartet werden, insbesondere die Berechnungen zu den Lärm-Betroffenheiten.

Das erwähnte CDA-Verfahren soll öfter als bisher Anwendung am Flughafen Leipzig/Halle finden. Deshalb stellte die DFS bereits im März für jede Betriebsrichtung jeweils drei modifizierte Flugvarianten für den Tag- und für den Nachtzeitraum vor. Die FLK sollte hierzu eine Empfehlung aussprechen. Zwei Sondersitzungen im Mai und im Juli folgten, in denen die DFS die Modifizierungen vorstellte und um Angaben zur Betroffenheit der Bevölkerung und um Entfernungsangaben ergänzte. Im Ergebnis traf die FLK ihre Entscheidung: Sie empfahl der DFS eine Kombination aus den verschiedenen Varianten jeweils für den Tag und die Nacht. Im Frühjahr kommenden Jahres sollen die empfohlenen Varianten des kontinuierlichen Sinkfluges Anwendung finden. „Dafür ist noch die Aufnahme im Bundesgesetz erforderlich", erklärte Heumos noch behördliche Notwendigkeiten.

Wann zum Antrag Halles entschieden wird, „hängt von der Schnelligkeit der Prüfung durch die Experten ab", sagte Ruhl-Herpertz. Die Stadt Halle ist Mitglied in der FLK und hält 0,2 Prozent an der Mitteldeutschen Flughafen AG.

Roland Heinrich

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