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Diakonie-Mitarbeiter zu Gast bei Toyota in Radefeld

Einladung zum Techniktag Diakonie-Mitarbeiter zu Gast bei Toyota in Radefeld

Mitarbeiter der Schkeuditzer Lindenwerkstätten wurden jüngst von Toyota zu einem Techniktag nach Radefeld eingeladen. Firmenchef Sven Buder dankt so für die gute Arbeit der Behinderten bei der Grünflächenpflege.

Toyota-Mitarbeiterin Dorit Elker führt Besucher der Schkeuditzer Lindenwerkstätten durch die Radefelder Firmenhalle und erklärt die Gabelstapler-Technik.

Quelle: Olaf Barth

Radefeld. Normalerweise rücken die sechs Mitarbeiter der Schkeuditzer Lindenwerkstätten in Arbeitssachen und mit Rasentraktor, Motorsense und Heckenscheren an. Unlängst kamen sie im Freizeit-Look und brachten noch acht Kollegen in die Toyota-Halle nach Radefeld mit. Denn diesmal ging es nicht darum, die rund 500 Hektar große Grünfläche der Firma zu pflegen und Hecken zu schneiden, sondern einzig und allein um einen informativen Technik-Tag, zu dem Firmenchef Sven Buder und sein Team eingeladen hatten.

„Wir sind mit der Arbeit der Diakonie-Mitarbeiter hier sehr zufrieden und wollten uns einfach mal mit dieser Einladung bedanken. Zum anderen hoffen wir damit auf mehr Aufmerksamkeit für die Lindenwerkstätten, damit möglicherweise weitere Unternehmen deren Dienste in Anspruch nehmen und so helfen, die Arbeitsplätze für diese Menschen mit psychosozialen und geistigen Behinderungen zu erhalten“, sagte Buder. Der 47-Jährige ist bei Toyota Material Handling der Vertriebsleiter für den Bereich Ost und hatte Junior-Verkäufer Klaus Brockmeier damit beauftragt, diesen Techniktag zu organisieren. Und der hatte sich, unterstützt von Kollegen, einiges einfallen lassen.

In zwei Gruppen zogen die Gäste zunächst zwischen Gabelstaplern, Hochregalen und Paletten voll Teilen für die Produktion durch die Halle und mussten an mit Luftballons gekennzeichneten Punkten Fragen beantworten. „Warum hat der Gabelstapler ein Dach?“, fragte etwa Verkäuferin Dorit Elker, die sich mit Brockmeier in die Führungen rein teilte. Antwort: „Zum Schutz des Fahrers, falls mal doch etwas beim Transport aus größerer Höhe runterfällt. Deshalb ist auch der Helm Pflicht wie generell Arbeitsschutzkleidung“, erklärte sie den aufmerksamen Zuhörern. Ihr Kollege Brockmeier öffnete derweil für die andere Gruppe das Batteriefach eines Gabelstaplers und zeigte so, woher die Gefährte die Power für den Transport der schweren Lasten erhalten. Die Besucher stellten viele Fragen und glänzten selbst schon mit einigem Wissen.

„Wir wollten erfahren, was die Kollegen bei Toyota machen, was wir machen, wissen sie ja. Es ist sehr interessant hier“, sagte Tobias Scheufler(26) von den Lindenwerkstätten. Als Maschinenführer eines Rasenmähers mit Wildkrautbürste hält er die Betonpflaster und Rasenkanten der Firma in Ordnung. Sein Mitstreiter Mathias Fuhrmann (30) meinte: „Das ist ein schöner Tag, eine prima Abwechslung. Aber wir kommen auch gern zum Arbeiten her, es macht Spaß hier.“

Weitere Toyota-Mitarbeiter bewegten später auf der Freifläche verschiedene Gabelstapler und zeigten deren Funktionen. Ehe dann der Grill angeworfen wurde, konnten sich die Gäste auf einem kleinen Parcours mal selbst im Gabelstaplerfahren ausprobieren. Die technikbegeisterten Mitarbeiter der Diakonie-Landschaftspflegeabteilung nutzten das Angebot gern. Das freute auch Abteilungsleiter Frank Steinert: „Der Pflegeauftrag hier bei Toyota ist bei unseren Mitarbeitern sehr beliebt, weil sie generell gern mit Technik umgehen, das bestätigt sich nun wieder“, sagte der 55-Jährige. Klaus Uhlemann hofft auf eine weitere gute Zusammenarbeit: „Die Pflege funktioniert super, das wird ganz professionell gemacht“, erklärte der 63-Jährige Objektverantwortliche in Radefeld.

Von Olaf Barth

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