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"Die Schule brennt!"

"Die Schule brennt!"

Mit Blaulicht und Sondersignal rückten die Schkeuditzer Feuerwehr-Kameraden und der Rettungsdienst auf dem Gelände des Gymnasiums an. Auch die Wehren aus Dölzig und Radefeld wurden am Freitag dorthin gerufen.

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Großübung: Zehn Personen mussten gerettet werden.

Quelle: Michael Strohmeyer

Schkeuditz. Ihr Einsatzauftrag: "Zehn vermisste Personen im brennenden Gymnasium finden und retten sowie die Brandbekämpfung aufnehmen!" Der Alarm kam von der Leitstelle Delitzsch. Die rief auch den Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zur Einsatzstelle hinzu.

Viele Schkeuditzer waren durch die Signaltöne der Feuerwehren aufgeschreckt und machten sich vor Ort ein Bild von der Lage. So auch der Schkeuditzer Kurt Kühne, der aber bald sah, dass es sich um eine Übung handelte. Zu den Wehren konnte er sich nur positiv äußern: "Wer ehrenamtlich arbeitet und in seiner Freizeit Menschen hilft und Sachwerte schützt, verdient Lob und Anerkennung."

Damit diese Einsätze der Kameraden noch besser funktionieren, werden jährlich Großübungen angesetzt. Stadtwehrleiter Uwe Müller, Kamerad Nico Kögler und Mario Theilemann hatten die diesjährige geplant. Sie wollten bei dieser Einsatzüberprüfung feststellen, wie der Ausbildungsstand der Ortswehren ist und wie die Zusammenarbeit mit dem Jugendrotkreuz in simulierten Erstfall aussieht.

Der Aufbau einer Wasserversorgung vom Löschfahrzeug oder von Hydranten gehörten genauso zu den ersten Arbeiten, wie eine erste Lageerkundung. Beides sind Voraussetzungen für die Menschenrettung und die Brandbekämpfung. Im modernisierten Altbau des Gymnasiums existiert ein Laufkartensystem, welches direkt am Eingang angebracht zeigt, wo sich welcher Raum in welcher Etage befindet und welcher Brandmelder in den Räumen angeschlagen hat. "Diese moderne Anlage ist ein wichtiges Hilfsmittel, um schnell reagieren zu können", sagte Einsatzleiter Sören Gula.

Mit Atemschutz ausgerüstet ging der Angriffstrupp nach Hinweisen des Gruppenführers vor. Ziel ist es, die vermissten Personen so schnell wie möglich in Sicherheit zu bringen und den Kräften des DRK zu übergeben. Gleichzeitig wurde die Brandbekämpfung aufgenommen. In voller Ausrüstung begaben sich die ersten Kameraden zum simulierten Brandherd. Die anrückenden Wehren aus Radefeld und Dölzig rüsteten sich ebenfalls aus, um die Schkeuditzer Kameraden zu unterstützen. Die ersten geretteten Personen konnten aus den völlig vernebelten Räumen gerettet werden und wurden dem Rettungsdienst übergeben. Dieser hatten im Hof ein Zelt für die Erstversorgung aufgebaut. Die medizinische Versorgung erfolgte umgehend.

Die große Einsatzübung mit mehr als 30 Einsatzkräften und sieben Einsatzfahrzeugen ist gut gelaufen, resümierte Stadtwehrleiter Uwe Müller. "Natürlich gibt es immer wieder etwas, was verbessert werden muss. Dafür ist aber auch eine Übung da", sagte Müller. Schwierigkeiten habe es etwa im Funkverkehr gegeben. Dies wird in einer Auswertung mit den Kameraden besprochen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.09.2014
Strohmeyer / Heinrich

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