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Die konvertierte Kita

Die konvertierte Kita

Nun ist es mit einer symbolischen Schlüsselübergabe auch offiziell: Der bisherige katholische Kindergarten "St. Franziskus" ist an den evangelischen Träger Diakonisches Werk Delitzsch/Eilenburg übergeben worden.

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Ein Schlüssel aus Teig: Die langjährige katholische Kita ist nun auch offiziell an den evangelischen Träger Diakonie übergeben.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. Auf dem Papier ist das bereits zu Jahresbeginn erfolgt (die LVZ berichtete). Zuvor hatte es noch Umbauarbeiten gegeben, die nun die Aufnahme von zwölf weiteren Kindern ermöglichen.

"Ich habe das Angebot gern entgegengenommen", sagte Thomas Rauer, Geschäftsführer der Diakonie Delitzsch/Eilenburg zum jetzt erfolgten offiziellen Akt. Damit sei ein langer Prozess beendet worden, von dem wohl niemand gedacht hätte, dass er so lange dauere. Schon im Frühjahr 2012 habe man zusammengesessen, war sich relativ schnell einig und habe schon im Mai desselben Jahres mit dem Hauseigentümer, der Deutschen Bank, gesprochen. Dass es dann bis zum Jahresbeginn 2015 dauerte, dass der Trägerwechsel vollzogen werden konnte, lagt an Umbauarbeiten, die der katholische Träger, die St.-Franziskus-Kirchengemeinde Halle, noch angestoßen hatte und auch durchführen ließ.

"Eine kleine Baumaßnahme wuchs wegen existierender Vorschriften zu einer großen", drückte es Bruder Franz-Leo Barden von der halleschen Gemeinde noch freundlich aus. Rauer beschrieb es mit klareren Worten: "Wir haben das Dickicht der deutschen Bürokratie kennengelernt. Die hat uns reichlich Fantasie und einige Umplanungen abgefordert", schilderte er.

Pläne für den in den 1990er Jahren errichteten Bau existierten nicht mehr. "Die Suche danach führte uns von Schkeuditz über Eschborn nach Köpenick", sagte Rauer. Da nämlich galt es, Ansprechpartner der Deutschen Bank als dem Eigentümer des Gebäudes zu finden. Bei den Bauarbeiten wurde dann festgestellt, dass Wasserleitungen nicht abgegrenzt gewesen waren. Zusätzliche Ventile hätten eingebaut werden müssen. Auch der Brandschutz verlangte nach Umplanungen beim Bau. "Der Teufel steckte im Detail", sagte Rauer.

"Ohne den Einsatz der Beteiligten über das normale Maß hinaus würden wir heute noch basteln. Dafür möchte ich besonders Dank sagen", erwähnte Barden. Auch den Erziehern, den Eltern und den Kindern sei während der Bauzeit einiges abverlangt worden. Nun sei Barden froh, dass der Umbau ein gutes Ende gefunden habe. Gänzlich rosarot ist die Zukunft jedoch nicht, meinte Rauer. Es gäbe baulich noch Einiges zu tun.

Weshalb der katholische Träger seine Kita in Schkeuditz überhaupt abgab, lag an einer 2010 durchgeführten Reform innerhalb des Bistums Magdeburg, zu der auch Schkeuditz gehört. Pfarreien wurden zusammengelegt. Von der St.-Franziskus-Kirchengemeinde mit Sitz in Halle die Schkeuditzer Kita zu leiten, war nicht mehr zu machen. "Wir haben noch drei Kitas in Halle und hatten mit Schkeuditz einen Sonderfall: Andere Gesetze und Bestimmungen galt es wegen der Bundesländergrenzen zu kennen und zu beachten. Das war für ein zahlenmäßig ziemlich schmales Personal nicht mehr zu stemmen", erklärte Barden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.02.2015
Roland Heinrich

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