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Schkeuditz Dölziger Kita übernimmt neuen Anbau
Region Schkeuditz Dölziger Kita übernimmt neuen Anbau
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08:58 04.09.2018
Der Ortschaftsrat beschenkte die Kinder – und überreicht Baugerät. Quelle: Foto: Roland Heinrich
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Schkeuditz

Eimer, Schaufeln, Siebe und Besen in Spielzeuggröße übergab der Ortschaftsrat Dölzig den Kindergarten-Kindern in der Einrichtung des Ortes. Anlass: Die Kindertagesstätte „Sonnenkäfer“ hat einen weiteren Anbau erhalten, der jetzt feierlich eröffnet wurde. Zuvor hatten die Knirpse reichlich Gelegenheit, Bauarbeiter beim Umgang mit jenen Gerätschaften zu beobachten.

„Die Übergabe dieses Anbaus ist mir eine besondere Freude“, sagte Oberbürgermeister Rayk Bergner (CDU) in seiner Ansprache. Nicht ohne Grund. Denn gerade in Dölzig waren die Kinderzahlen lange Zeit rückläufig, die Schule des Ortes stand kurz vor der Schließung. Erst vor drei Jahren warb der Ortschaftsrat auf Bannern an den Bundesstraßen 181 und 186 um Schüler. „Dank des sehr rührigen Ortschaftsrates und der Entwicklung von Dölzig haben wir diese Durststrecke überwunden. Jetzt brauchen wir wieder mehr Platz für Kinder“, resümierte Bergner.

Das Gebäudeensemble, das bereits 2007 durch einen Anbau erweitert worden war, wird quasi komplettiert und vermittelt in U-Form aneinandergebaut den Eindruck eines „Dreiseitenhofes“, wie am Rande der Einweihung erwähnt wurde. Beim Neubau von einem Anbau zu sprechen, relativiere sich, betrachte man die ursprünglichen Planungen: Im April 2016 war eine Gebäudeerweiterung für zusätzliche 36 Kinder, davon sechs Krippenkinder, beschlossen worden. Statt der bisher sechs Gruppenräume gibt es nun acht, sodass sich mit je einer weiteren Krippen- und Kindergartengruppe die Kapazität insgesamt von derzeit 92 Kindern auf 131 Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren erhöht. Der neue Anbau werde künftig nur für Krippenkinder genutzt. Das machte den Umbau des bisherigen Bestandes zu modernen Kindergartenplätzen notwendig. Auch die Gestaltung der Außenflächen einschließlich der Neuerrichtung der Parkplätze sowie eine neu entstandene Küche gehörten zum Projekt.

Insgesamt schlug das Vorhaben nach mehrmaligen Umplanungen mit gut 1,5 Millionen Euro zu Buche. Gefördert wurde es aus dem Programm „Brücken in die Zukunft“ des Freistaates mit circa 460 000 Euro. Hinzu kamen Fördermittel vom Bund in Höhe von etwa 131 000 Euro und rund 13 000 Euro vom Landkreis Nordsachsen. Die Stadt hat dabei einen Eigenanteil von gut 950 000 Euro getragen. „Wir sind im Kosten- und Zeitplan geblieben“, betonte Bürgermeister Lothar Dornbusch (Freie Wähler). Wo gebe es das heute noch.

Wegen erwähnter Umplanungen, die nicht zuletzt Resultat von Gesprächen mit dem Landesjugendamt waren, verteuerte sich der Anbau aber bereits in der Planungsphase. Um ganze 470 000 Euro wurde das Vorhaben schon da teurer als vorgesehen.

„Die Eltern haben während der Bauphase viel Verständnis gezeigt, dafür viel Dank von mir und meinem Team. Dieser gebührt auch den Bauarbeitern für die gute Zusammenarbeit und der Stadt“, sagte die Kita-Leiterin Silke Otto. Kinder hätten mit Begeisterung die Arbeiten der Handwerker verfolgt. „Baustellenerfahren“ werde Otto übrigens in die künftig nächste Baustelle des Ortes, in den Hort der Grundschule, wechseln.

Von Roland Heinrich

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