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Schkeuditz Dölziger Wäscherolle bekommt neue Tücher
Region Schkeuditz Dölziger Wäscherolle bekommt neue Tücher
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12:23 11.03.2016
Hella und Gerhard Bauer schenken dem Dölziger Heimatverein Leinentücher für die Wäscherolle. Quelle: Michael Strohmeyer
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Dölzig

Bei Beitrag auf LVZ.de am 12. Februar über die historische Wäscherolle in Dölzig blieb nicht ohne Folgen. Es meldeten sich verschiedene Leser und baten um Kontakt zum Heimatverein. Denn vor allem den Älteren waren die Begriffe „Wäschemangel“ oder „Wäscherolle“ noch nicht fremd. Sie boten ihr Wissen oder gar die Überlassung von Gegenständen an. So auch das Leipziger Ehepaar Hella (89) und Gerhard Bauer (90).

„Wir haben in unserem Fundus noch Rolltücher aus Leinen und wollen sie dem Heimatverein schenken“, teilten sie mit. Beide seien in Markkleeberg-Gautsch geboren und hätten die Tücher von der Schwiegermutter in den 1960er-Jahren erhalten. „Sie lagen bis jetzt eingepackt im Schrank“, sagte Hella Bauer lachend. Zum Wegwerfen seien die Tücher einfach zu schade, weshalb sie diese gern an den Heimatverein abtrete. Bis Anfang der 1970er-Jahre hätten sie in Markkleeberg mit dem Handwagen selbst die Wäsche zur Rolle gebracht. „Schön, wenn sich Vereine bemühen, solche Kulturgüter zu erhalten, um folgenden Generationen zu zeigen, wie es früher mal war“, lobte Gerhard Bauer das Engagement des Heimatvereins.

So funktioniert eine alte Wäscherolle:

Dessen Vorsitzende Rosmarie Tauchnitz freute sich sehr über das Geschenk und dankte im Namen der Mitglieder. Inzwischen hat ihr Stellvertreter, der Ortsvorsteher Thomas Druskat, weitere Angebote von Lesern erhalten. Ein Herr aus Leutzsch hat noch Teile einer Mangel abzugeben. Und der Eutritzscher Helmut Hoffmann lud die Heimatvereinsmitglieder sogar ein, sich seine noch voll intakte und funktionstüchtige Wäscherolle anzuschauen. „Ich habe eine der letzten Wäscherollen in ganz Leipzig“, hatte der 80-Jährige unlängst stolz mitgeteilt.

„Wir werden mit allen, die sich gemeldet haben, Kontakt aufnehmen“, sagte am Donnerstag Druskat. Von diesem Leser-Echo sei er überwältigt. „Das bestärkt uns darin, alles zu unternehmen, damit unsere Wäscherolle als erhaltenswertes Traditionsgut bald wieder für Jedermann sichtbar präsentiert werden kann.“ Wie berichtet, hatten Vereinsmitglieder, Feuerwehrleute und Ortschaftsräte in einem gemeinsamen Kraftakt eingelagerte Teile der Dölziger Wäscherolle von einem provisorischen Raum in einen anderen geschleppt.

Dringend gesucht wird derzeit weiterhin ein endgültiger Standort, an dem der Heimatverein die elektrische Mangel aus den 1960er-Jahren aufstellen und in Funktion zeigen kann. Auch in Dölzig waren früher mit Hilfe dieses technischen Gerätes vor allem Bettwäsche und Tischtücher aber auch kleinere Stücke wie Strümpfe oder Leibchen faltenfrei gerollt worden.

Die 31 Mitglieder des Dölziger Heimatvereinshaben es sich seit dessen Gründung 1994 zur Aufgabe gemacht, die Geschichte ihres Dorfes für die nachkommenden Generationen festzuhalten. Dafür sollen in einem geeigneten Raum unter anderem auch historische Gegenstände oder Fotos ausgestellt werden.

Von Michael Strohmeyer und Olaf Barth

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