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Schkeuditz Dölziger diskutieren über Verkehrssituation im Ort
Region Schkeuditz Dölziger diskutieren über Verkehrssituation im Ort
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11:02 26.03.2017
Die ungeklärte Zukunft der Frankenheimer Straße sorgt auch im Dölziger Ortschaftsrat für Diskussionen. Quelle: Foto: Olaf Barth
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Dölzig

Die Verkehrssituation in und um Dölzig sorgte am Donnerstagabend im Ortschaftsrat Dölzig/Kleinliebenau für einige Diskussionen. Unter anderem ging es dabei auch um die Frankenheimer Straße. Auf der ist von der durch Dölzig führenden B 181 kommend der zwei Kilometer entfernte Markranstädter Ortsteil Frankenheim samt dessen Gewerbegebiet gut zu erreichen. Doch ein längst überfälliger Ausbau der schmalen und an den Rändern abgefahrenen Trasse ist trotz vieler Gespräche bisher noch nicht konkret geplant.

„Wir haben schon vor zehn Jahren mit der ehemaligen Markranstädter Bürgermeisterin Carina Radon an einem Tisch gesessen, die damals schon energisch den Ausbau gefordert hatte“, blickte Ortsvorsteher Thomas Druskat zurück. Die einst neu geschaffene Verbindungsstraße von Markranstädt nach Frankenheim wecke Begehrlichkeiten bei den Kraftfahrern, die die Frankenheimer Straße zunehmend als Ortsverbindung zwischen Markranstädt und der B 181 in Dölzig nutzen. „Für uns Dölziger hatte diese Straße immer eine untergeordnete Bedeutung, inzwischen hat sie für viele eine zentrale Bedeutung bekommen. Es gab reichlich Diskussionen im Stadtrat über Finanzen und Prioritätenliste für die Straßensanierung in Schkeuditz und den Ortsteilen. Dabei haben unsere Ortsstraßen und nicht diese Trasse eine Rolle gespielt“, erklärte Druskat. Wie berichtet, war diese Straße nicht mit in die Überlegungen für die vom Schkeuditzer Stadtrat beschlossene Prioritätenliste einbezogen worden. Wenn jetzt in der Frankenheimer Straße Geld eingesetzt wird, so Druskat, geht das zu Lasten für die Sanierung innerörtlicher Straßen und Fußwege.

Nicky Böttcher aus dem Ortschaftsrat gab mit Bezug auf frühere Bemerkungen von Bürgermeister Lothar Dornbusch (FW) zu bedenken, dass Schkeuditz im Fall der Fälle diese Straße für eine andere Kommune ausbauen würde: „Es geht letztlich um die Anbindung der Frankenheimer Straße für den Durchgangsverkehr nach Markranstädt.“ Druskat erklärte, dass diese Straße dennoch ein Thema in Schkeuditz ist und auch weitere Gespräche mit Markranstädt stattfinden. Das hatte diese Woche auch Oberbürgermeister Jörg Enke (FW) gegenüber der LVZ erklärt. Dreh- und Angelpunkt sei die Verbreiterung der Straße. Die Verwaltung strebe eine schnelle Entscheidung über das weitere Vorgehen an und erarbeite Varianten, über die sich dann der Stadtrat eine abschließende Meinung bilden müsse. Dazu würden auch mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr und den Verkehrsbehörden Gespräche geführt. Wann es zu einer Entscheidung kommt und wie diese aussieht, sei noch völlig offen. „Es wird nicht leichter, je länger es dauert“, so Enke. Der auszubauende Teil der Straße liege zum größeren Teil auf Schkeuditzer Flur.

Rund 15 Dölziger verfolgten aufmerksam die Diskussionen zu diesem und zu den anderen Themen. Bezüglich Straßen äußerte Ortschaftsrat Heiko Lichtenberger, der wie alle Mitglieder des Gremiums der Freien Wählervereinigung Dölzig angehört, seine Sorgen über die Staus und die Verkehrsbelastung auf der B 181. Diese Trasse führt gleichfalls durch Dölzig und verbindet Leipzig mit der Autobahn 9 und dem Einkaufszentrum Nova Eventis. „Wir brauchen endlich die dringend notwendige Ortsumgehung. Es ist ein Skandal, wie sich Leipzig hier verhält und blockiert. Diese Stadt rühmt sich, wie toll sie ist und dass sie stetig wächst, aber der damit einhergehende zunehmende Verkehr wird ignoriert“, so Lichtenberger.

Ortschaftsrätin Katrin Sachsenröder ergänzte: „Leipzig ist ja nun Bundesliga-Standort. Viele auswärtige Fans kommen über die A 9, für sie ist die B 181 die Einflugschneise zum Stadion. Es ist Wahnsinn, was sich hier manchmal abspielt und wie sich die Blechlawinen durch den Ort quälen. Hier muss dringend was passieren.“ Auch andere schimpften später über die „unglaubliche Arroganz und Ignoranz der großen Messestadt gegenüber den kleinen Orten am Stadtrand“.

Von Olaf Barth

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