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Schkeuditz Dölziger setzen sich für den Ausbau der B 181 ein
Region Schkeuditz Dölziger setzen sich für den Ausbau der B 181 ein
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Dölzig

Die Städte Leipzig und Markranstädt stehen dem Projekt kritisch bis ablehnend gegenüber (die LVZ berichtete). Der Umweltbund Ökolöwe lehnt es rundweg ab.

Nun meldet sich in einem Schreiben an die LVZ der Dölziger Ortschaftsrat zu Wort. Er vertritt die Interessen jener Bewohner dieses Schkeuditzer Ortsteiles, die besonders unter der derzeitigen Verkehrsbelastung zu leiden haben. Namentlich unterzeichnet ist das Schreiben nicht, aus gutem Grund, wie Ortsvorsteher Thomas Druskat (Freie Wählervereinigung Dölzig) auf LVZ-Nachfrage mitteilte: "Das ist eine von allen Ortschaftsräten gemeinsam erarbeitete Erklärung." Darin appellieren sie an Leipzigs Stadträte, sich vor Augen zu führen, dass der vierspurige Ausbau der B181 bis vor die Tore der Stadt zu keiner Erhöhung des Verkehrsaufkommens auf den städtischen Abschnitten der B181 führt, sich aber durch die Umverlegung der Trasse die Lebensqualität der Dölziger Bewohner erheblich verbessern ließe. Doch das Beharren Leipzigs auf seinen Jahre alten Standpunkt gehe zu Lasten vieler wirklich betroffener Menschen, die direkt oder in unmittelbarer Nähe zur Bundesstraße leben.

ortschaftsrat_doelzig_b181.pdf (12,4 kB)

Die Dölziger argumentieren pro Ausbau und sehen dabei einige Fakten auf ihrer Seite, wobei sie zunächst eindringlich feststellen: "Die B181 ist nicht die Straße, die von Leipzig zum Einkaufspark Nova Eventis führt, sondern in aller erster Linie der westliche Autobahnzubringer der Stadt Leipzig zur Bundesautobahn 9." Es seien die Einwohner, Pendler und Gäste der Stadt Leipzig sowie Besucher von kulturellen und sportlichen Großereignissen, die hauptsächlich die B181 benutzen. Ein erhöhtes Verkehrsaufkommen werde nicht durch einen vierspurigen Ausbau verursacht, sondern durch die wachsende Bedeutung der Stadt Leipzig als Wohn- und Wirtschaftsstandort in der Region. "Es kann nicht sein, dass sich die Stadt Leipzig in der Öffentlichkeit als dynamisch wachsende Großstadt darstellt, aber gleichzeitig die damit verbundenen negativen Begleiterscheinungen wie Verkehrslärm und hohe Feinstaubbelastungen, auf seine Nachbargemeinden abwälzt. Es ist mehr als zweifelhaft, dass auch nur ein Auto mehr nach Leipzig fährt, wenn die B181 vierspurig bis vor die Stadtgrenze ausgebaut wird", sind sich die Dölziger sicher, die Leipzigs Befürchtungen, dass es durch den Ausbau der B181 zu einer Mehrbelastung der Rückmarsdorfer Bürger kommt, als nicht nachvollziebar bezeichnen. Vielmehr sei Fakt, dass eine Umverlegung der B181 aus der Ortslage Dölzig heraus zu einer erheblichen Reduzierung der Lärm- und Feinstaubbelastung für viele Dölziger Einwohner führen würde.

Unterstützt wird Dölzig von der Schkeuditzer Stadtverwaltung, die die Ausbaupläne begrüßt. Was kein Wunder ist, denn im Lärmaktionsplan der Stadt ist die B181 als Lärmhotspot ausgewiesen und deren Umverlegung mit der höchsten Priorität versehen. "Wir respektieren andere Meinungen, aber wir wollen uns für die Interessen unserer Bewohner klar äußern", so Druskat.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.08.2015

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