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Dölzigerin entdeckt Foto von ihrem Ur-Opa

Dölzigerin entdeckt Foto von ihrem Ur-Opa

Weil Schkeuditz dieses Jahr bei der Leipziger Museumsnacht außen vor blieb, führte die Elsterstadt eben ihre eigene Schau-Nacht durch. Neben Spiel- und Uhrenmuseum war daran natürlich auch das städtische Museum beteiligt.

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Gerhard Schäfer, Katrin Sachsenröder und Andrea Schäfer (von links) schauen sich eine Pelznähmaschine des Typs Wakra aus dem Jahr 1920 an.

Quelle: Michael Strohmeyer

Schkeuditz. Der sanierte Bau in der Mühlstraße mit seinen neu gestaltenen Freiflächen gab dabei ein imposantes Bild ab und lockte gut 50 Besucher an. "Ich bin mit der Resonanz zufrieden. Der Einsatz hat sich gelohnt. Wir werden das auswerten und schauen, ob und wie wir auch im nächsten Jahr eine Museumsnacht gestalten", sagte Museumsleiter Hans Neubert. Helge Fischer und Birgit Gründling von der Schkeuditzer Stadtverwaltung freuten sich ebenfalls, dass das Angebot der Stadt von den Besuchern so gut angenommen wurde.

Zu ihnen gehörte zum Beispiel Simone Hoppe aus Dölzig. Sie entdeckte in einem der übersichtlich und sehr informativ gestalteten Räume Bilder von ihrem Ur-Opa. Der Schlossermeister Richard Pomnitz saß 1898 in einem Auto, das von einem drei PS starken Benz-Motor angetrieben wurde. Das Foto wird deshalb gezeigt, weil dieses Gefährt das erste Auto im Besitz eines Schkeuditzers war. "Mein Ur-Opa hat Schkeuditzer Handelsgeschichte mitgeschrieben. Er betrieb einen Fahrradhandel und verkaufte Nähmaschinen", erzählte die Besucherin und freute sich, dass das Bild im Museum zu sehen ist.

Viele Schkeuditzer wissen auch noch, dass in der Stadt einst die Pelzverarbeitung eine große Rolle spielte. Auch diesem Thema wird im Museum Platz eingeräumt. "Das ist wirklich interessant und lehrreich", sagte Frank Sachsenröder, der sich gemeinsam mit Katrin Sachsenröder und Andrea Schäfer eine aus dem Jahr 1920 stammende Pelznähmaschine anschaute. Bis 1990 hatte die "Wakra" noch ihren Dienst getan.

Angetan von den Präsentationen zeigten sich auch die Schkeuditzeer Ines und Harald Theil. "Wir kennen noch den Historiker Adolf Fischer, der ja sehr viel für das Museum zusammengetragen und sich große Verdienste erworben hatte. Er würde das Museum nicht wiedererkennen und sich freuen, was daraus geworden ist", sagte der Senior.

Freuen würde sich der genannte Fischer sicher auch über die schmuck und informativ gestalteten Außenanlagen. Kerstin und Steffen Machate sowie ihr 21-jähriger Sohn Björn jedenfalls fanden es toll. Sie schauten sich unter anderem die einstige Siegessäule aus dem Deutsch-Französischen Krieg genauer an. "In der zwölften Klasse musste ich schon mal eine Arbeit über die Herkunft der Säule schreiben", erinnerte sich der junge Mann schmunzelnd.

Wer zur Museumsnacht nicht kommen konnte, hat zu den Öffnungszeiten oder speziell am kommenden Sonntag weitere Gelegenheiten, die Ausstellung anzusehen. Denn am 12. Mai lädt Leiter Neubert von 10 bis 17 Uhr anlässlich des Internationalen Museumstages zu einem Hofkaffee ein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.05.2013

Michael Strohmeyer

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