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Dölzigs unfertiges Wohngebiet

Dölzigs unfertiges Wohngebiet

Zwar heißt es manchmal zu Recht "Gut Ding will Weile haben", doch was Anlieger im Wohn- und Gewerbepark Dölzig seit Jahren erleben, sprengt jeglichen zeitlichen Rahmen.

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Weil hier nie fertig gebaut wurde, ist diese Straße noch nicht städtisch, sondern nach wie vor privates Gelände.

Quelle: Olaf Barth

Dölzig. Denn die dort bereits hingezogenen Anlieger leben seit gut 20 Jahren in einem nicht fertiggestellten Wohngebiet. Allmählich kommt aber Bewegung in die Geschichte. Ein Investor möchte hier tätig werden.

In einer Dölziger Ortschaftsratssitzung hatten sich Bürger nach dem weiteren Verfahren in dem Wohn- und Gewerbepark am Langen Weg erkundigt. Anlass war eine teilweise defekte Straßenbeleuchtung. Auf die Frage, wer für deren Reparatur zuständig ist, ließ sich aber nur eines mit Bestimmtheit sagen: Die Kommune ist es nicht. Denn die Straßen und technischen Anlagen wurden nie richtig fertiggestellt und deshalb auch nie von der Kommune in den öffentlichen Bestand übernommen.

"Es gibt die Erwartungshaltung, dass hier die Stadt fertig baut. Aber das geht nicht, da sie die Ausgaben nicht refinanzieren kann. Es wurden viele Gespräche geführt mit dem Ziel, dass es weiter geht, aber sie haben nur zum Teil gefruchtet", erklärte unlängst Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) auf LVZ-Anfrage. Beim Bau der Straße habe es eine Insolvenz gegeben. Außerdem sei damals vertraglich nicht alles so eindeutig geregelt worden, wie man es heute erledigen würde. Teils wurde die Straße auf privatem Grund gebaut, sodass es auch noch zu Rechtsstreitigkeiten kam. Darüberhinaus gibt es in dem 1991 aufgestellten Bebauungsplan-Gebiet verschiedene Grundstückseigentümer mit jeweils eigenen Interessenlagen, unter anderem auch eine Erbengemeinschaft. Wer jetzt Grundstücke erwerben und darauf bauen will, ist auf die Erlaubnis von Eigentümern angewiesen, die unfertige Straße nutzen zu dürfen. Passiert aber gar nichts, ist das Umfeld auch für die jetzigen Eigentümer ein nicht gerade wertsteigerndes Aushängeschild.

Frank Wenzel, der das Amt für Stadtentwicklung und Wirtschaft leitet, sagte: "Wir versuchen zwischen den Interessenten Brücken zu bauen. Wir sind auch bereit, den B-Plan für mehr Wohnbebauung zu ändern. Da sollten auch die Eigentümer flexibel sein und nicht nur die Dollarzeichen in den Augen haben." Er werde sich hüten, nach über 20 Jahren je wieder ein Datum für eine mögliche Fertigstellung in den Mund zu nehmen.

Zumindest ist jetzt Bewegung in die Sache gekommen. Denn Investor Joachim Fehr könnte sich vorstellen, hier weiter zu bauen. "Mir wurde das Areal als mögliches Bauland angetragen. Es ist zwar keine einfache Sachlage, doch als Erschließungsträger ist das seit 20 Jahren mein Geschäft, da weiß man, wie so etwas geht. Aber vorher müssen hier noch verschiedene Dinge abgeklärt werden. Doch ich bin bemüht, dass zu einem guten Ende zu führen", sagte gestern der 60-jährige Unternehmer. Seine Augsburger Consulting-Firma unterhält in Leipzig eine Filiale. Olaf Barth

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.04.2014
Olaf Barth

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