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Drei Solisten krönen das "Sahnehäubchen"

Drei Solisten krönen das "Sahnehäubchen"

Berlin, Zürich, Santiago de Chile, Bogotá und Schkeuditz ist eines gemein: Sie sind in diesem Jahr Gastspielorte der Staatskapelle Halle. Im Fall letzterer Stadt seit Sonntag nun schon seit 23 Jahren.

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Etwa 850 Gäste lauschten im Marmorsaal des Globana Trade Centers dem 23. Neujahrskonzert mit der Staatskapelle Halle. Im Anschluss luden die Stadtwerke Schkeuditz zu einem kleinen Neujahrsempfang ein.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. Etwa genauso lange hebt Ulrich Zickenrodt, Vereinschef der Villa Musenkuss, hervor, dass jenes Gastspiel, das alljährlich das Neujahrskonzert der Flughafenstadt ist, keine Selbstverständlichkeit darstellt. "Hier habe ich den vielen sichtbaren und unsichtbaren Helfern und Unterstützern zu danken", sagte Zickenrodt. Einer dieser langjährigen Unterstützer sei die Sparkasse Leipzig, die das Neujahrskonzert gemeinsam mit dem Verein präsentierte.

Ebenfalls Tradition ist, dass der Schkeuditzer Singekreis unter der Leitung von Thomas Piontek das Neujahrskonzert eröffnet. Dieses Mal und erstmalig mit Unterstützung des Gospelchores Joy'n'us aus Halle. Mit "Unicornis Captivator" von Ola Gjeilo wurden die etwa 850 Zuhörer in das schweizerische Kloster Engelberg versetzt. Dort nämlich hat sich der Norweger Gjeilo von neu entdeckten Codex-Schriften zu der Komposition inspirieren lassen, wie Zickenrodt erklärte.

Ungewohnt und äußerst dynamisch gab der Gospelchor aus Halle mit "A wonderful child" einen Einblick in sein Repertoire. "Wir wollen unser Programm immer möglichst abwechslungsreich zusammenstellen. Das ist uns in diesem Jahr, denke ich, ganz gut gelungen", meinte der Musenkuss-Chef.

"Auch ich kann mir einen Neujahrsanfang ohne Schkeuditz gar nicht mehr vorstellen", sagte Kapellmeister Robert van Steijn. Der Dirigent und Moderator des Neujahrskonzertes, der zum wiederholten Mal mit der Staatskapelle in der Flughafenstadt zu Gast war, verabreichte gleich mit seinem ersten Satz den Schkeuditzer Seelen Balsam. Er war es auch, der den Marmorsaal des Globana Trade Centers einst mit Konzertsälen in Dubai und im Jahr darauf mit denen in Paris verglich. Seit 2012 steht der Niederländer der halleschen Staatskapelle vor und zählt mit seinem nun dritten Besuch in Schkeuditz schon zu einer festen Instanz.

Doch merklich wortkarger als in den beiden Vorjahren gab sich der Kapellmeister. Grund waren wohl die aktuellen politischen Geschehnisse. Denn darauf ging er kurz ein, als er zu Stücken aus Verdis Oper "La forza del destino" (Die Macht des Schicksals) überleitete. Frieden sei momentan ein wichtiges Gut. Und dabei sei egal, ob für weiße, braune oder gelbe Menschen. Spontaner Applaus war die Reaktion des Publikums.

Um Frieden ging es dann auch. Als besonderer Höhepunkt beim diesjährigen Neujahrskonzert kann der Auftritt gleich dreier internationaler Gesangskünstler benannt werden: Die gebürtige Bulgarin Romelia Lichtenstein sang als Leonora di Vargas "Pace, pace mio Dio" (Frieden, Frieden mein Gott). Der Spanier Xavier Moreno und der aus Südkorea stammende Ki-Hyun Park gaben Don Alvaro und Don Carlo di Vargas aus derselben Verdi-Oper ihre gewaltigen Stimmen in "Solenne in Quest'ora" (Die Stunde ist heilig). Kräftiger Applaus war die Belohnung aus Schkeuditz.

"Gleich drei Solisten beim Neujahrskonzert zu haben, ist nicht alltäglich", war noch gestern auch Zickenrodt begeistert. Emsig und zum Teil auch nachts haben Mitglieder des etwa 40-köpfigen Vereins dafür gesorgt, dass auch das diesjährige Neujahrskonzert in die Liste der musikalischen Höhepunkte von Schkeuditz aufgenommen werden kann. Dabei sei dieses Konzert "nur" das Sahnehäubchen, das die kulturelle Alltagsarbeit des Vereins auch mit Beteiligung der Staatskapelle Halle versüßt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.01.2015
Roland Heinrich

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